EU verschiebt Einführung strengerer KI-Regeln
Die EU-Mitgliedsstaaten haben vereinbart, die strengen Regeln für besonders risikoreiche KI-Systeme erst im Dezember 2027 in Kraft treten zu lassen. Industrieverbände hatten zuvor die Umsetzungszeit für die neuen Vorgaben als viel zu knapp beanstandet.
Bundeskriminalamt soll Lizenz zum Hacken bekommen
Einem Gesetzentwurf des Innenministeriums zufolge soll das Bundeskriminalamt künftig bei großen Gefahren für die IT-Sicherheit unter anderem Datenverkehr umleiten oder blockieren dürfen sowie Daten auf einem IT-System „erheben, löschen oder verändern“ können.
Bundesregierung will den Bau von Rechenzentren erleichtern
Das neue Strategiepapier des Digitalministeriums nimmt sich als Ziel, Deutschland zu einem führenden Standort für KI-Entwicklung und KI-Anwendungen zu machen. Mitunter sollen die Genehmigungsverfahren beschleunigt und den Kommunen die anfallende Gewerbesteuer zugestanden werden.
Jugendschutz und Social-Media-Verbote
Während die EU-Kommission an einem Gesetz arbeitet, mit dem süchtig machende Designs bekämpft werden sollen, kritisieren mehrere Elternverbände die bisherigen Konzepte für Social-Media-Verbote und sehen die persönlichen Daten der Kinder in Gefahr.
Die Bundesdatenschutzbeauftragte tritt zurück
Louisa Specht-Riemenschneider gibt ihr Amt nach nur anderthalb Jahren aus gesundheitlichen Gründen zurück und will nur so lange weitermachen, bis ein Nachfolger gefunden ist. Zuletzt hatte sie ein Verfahren gegen den Bundesnachrichtendienst verloren.
Neue Cybergefahren: KI-Browser-Plugins und Aufzüge
Microsoft warnt vor bösartigen, gefälschten KI-Assistenten-Erweiterungen, die über Browser-Marktplätze verbreitet werden und Nutzerdaten abgreifen. Und der TÜV weist darauf hin, dass viele Aufzüge nicht gegen Cybergefahren gesichert sind.
Glasspeicher sichert Daten für 10.000 Jahre
Im Rahmen seines Silica-Projekts ist es Microsoft gelungen, auf einer 12cm großen Glasscheibe 4,84 TByte an Daten zu speichern. Zugleich hat Microsoft das Speicherverfahren vereinfacht die Datenträger können nun aus kostengünstigerem Glas hergestellt werden.
Claude bekommt interaktive Diagramme und Visualisierungen
Die Grafiken ergänzen Antworten zu komplexen Fragen und werden nun nicht mehr gesondert als Artefakte angezeigt, sondern direkt im Chat-Fenster. Die angezeigten Diagramme sind im Gegensatz zu den Artefakten jedoch flüchtig, sie können sich also im Chat verändern oder ganz verschwinden.
KI-Nutzung am Arbeitsplatz kommt Unternehmen teuer
Unternehmen haben damit begonnen, den Verbrauch der von ihrer Belegschaft verwendeten Token zu tracken, um die Kontrolle über die anfallenden Kosten zu behalten. Zugleich sind die vielfach versprochenen Produktivitätsgewinne für die meisten kaum feststellbar.
KI macht Führungskräfte denkfaul
Der KI-Newsletter der Bertelsmann-Stiftung weist auf eine Studie von Confluent hin, nach der immer mehr Top-Führungskräfte dazu geneigt sind, dem Rat ihres KI-Chatbots zu folgen und die eigene Urteilskraft in Frage zu stellen. Dieses Auslagern des Denkens an die KI veranlasst jedoch auf Dauer das Gehirn, den Denkbetrieb einzustellen.
Ruhe sanft, „Metaverse“
Just zu der Zeit, als das Fraunhofer IAO seine Metaverse-Themenwochen feiert, beschließt Meta, seiner verlustreichen Metaverse-Sparte den Stecker zu ziehen und das gesparte Geld in die KI-Entwicklung zu stecken. Fairerweise muss man hinzufügen, dass das Fraunhofer IAO eher industrielle XR-Anwendungen im Sinn hat als die „sozialen“ von Facebook, doch der Begriff „Metaverse“ dürfte damit Geschichte sein.
EU-Parlament weist freiwillige Chatkontrolle in die Schranken
Das EU-Parlament hat sich deutlich gegen eine massenhafte Überwachung der Messenger-Kommunikation ausgesprochen, selbst wenn sie von den Plattformbetreibern freiwillig durchgeführt wird. Das Scannen soll sich auf begründete Verdachtsfälle beschränken. Nun stehen Verhandlungen mit der EU-Kommission an.
Britisches Parlament spricht sich gegen Social-Media-Verbot aus
Eine Initiative des britischen Oberhauses (House of Lords), ein Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren einzuführen, wurde im Unterhaus deutlich abgelehnt. Unterdessen führt Indonesien als erstes asiatisches Land ein Verbot ab Ende März ein.
Berlin führt KI-Videoüberwachung am Abgeordnetenhaus ein
Auch am Roten Rathaus und an der Senatsverwaltung sollen Kameras das Geschehen auf der Straße aufnehmen und das Verhalten der Menschen KI-gestützt auswerten – zum Leidwesen einiger Abgeordneter, die sich wie Versuchskaninchen vorkommen. Der Widerstand gegen solche Maßnahmen nimmt derweil Gestalt an.
Anthropic verklagt US-Regierung
Der KI-Hersteller zieht vor allem gegen die Begründung seines Rauswurfs aus allen US-Behörden vor Gericht, nämlich dass seine KI Claude ein Sicherheitsrisiko sei. Der Pentagon-Deal von OpenAI zieht derweil weiter Kreise. Nach der massenhaften Kündigung von ChatGPT-Accounts durch die Nutzer verlässt auch die Robotics-Chefin von OpenAI unter Protest das Unternehmen.
Computerkauf nur noch gegen Registrierung?
Der Finanzjournalist und Blogger Norbert Häring wurde von Lesern auf die Praxis von MediaMarktSaturn aufmerksam gemacht, nach der der Retailer beim Verkauf eines Computers die Registrierung der Personalien des Käufers verlangt. Laut Konzern dient die Maßnahme der Betrugs- und Missbrauchsprävention.
Wie KI im Krieg gegen Iran eingesetzt wird
KI spielt im Krieg gegen Iran vor allem bei der Identifizierung von Zielen eine wesentliche Rolle. Gleichzeitig verkürzt sie Entscheidungswege und erhöht die Fehlertoleranz. Ob ein solcher Fehler auch beim Angriff auf eine iranische Grundschule, dem mehr als 100 Kinder zum Opfer fielen, auch im Spiel war (und wie genau) hat eine KI-Forscherin untersucht.
Microsoft stellt Verwaltungsplattform für KI-Agenten vor
Im neuen Release von Microsoft 365 (E7) baut Microsoft die KI-Funktionalität seines Copilot massiv aus und führt eine Multi-Modell-Strategie ein, bei der Copilot automatisch zwischen verschiedenen KI-Modellen wählt. Mit im Paket sind auch eine Variante von Anthropic Claude Cowork sowie Agent 365, eine zentrale Verwaltungsplattform für KI-Agenten.
Apples Billig-Notebook Neo könnte ein Game-Changer werden
Ein Mac-Notebook im Alu-Gehäuse für 699 Euro – kann das gut gehen? Der Spiegel hat den neuen PC getestet und kommt zum Schluss, dass Neo der wichtigste Apple-Rechner seit dem iMac werden könnte.
Was KI in der Software-Entwicklung leisten kann – und was nicht
KI-Tools machen Developer produktiver, zumindest was den Output von Code betrifft. Doch die Produktivitätssteigerung auf der individuellen Ebene nutzt Unternehmen nicht viel, solange sie ihre Entwicklungsprozesse nicht neu justieren.
Massenentlassungen bei Oracle betreffen auch Entwickler
Medienberichten und Analysten zufolge will Oracle weltweit 30.000 Stellen abbauen, um den Bau seiner KI-Rechenzentren zu finanzieren. Betroffen sind auch Entwickler, deren Arbeit nun KI-Tools übernehmen sollen. Unterdessen hat Amazon gerade mit Ausfällen zu kämpfen, die scheinbar KI-erzeugter Code verursacht haben soll.
Facebook krallt sich Moltbook – und eine „Datenschützerin“
Während auf Facebook (angeblich) nur Menschen kommunizieren, wurde Moltbook als Plattform entwickelt, auf der (angeblich) nur KI-Agenten sich untereinander austauschen. Nun hat Meta Moltbook gekauft, um zu erkunden, „wie KI-Agenten für Menschen und Unternehmen aktiv sein können“. Gleichzeitig wechselt die ehemalige Datenschutzbeauftragte von Irland zu einer Anwaltskanzlei, die Meta in Verfahren gegen ihre Behörde vertreten hat. In ihrer früheren Rolle war sie nicht gerade durch Härte gegenüber Meta aufgefallen.
KI für den Krieg
Claude raus, ChatGPT rein: Kurz nachdem das Ultimatum der Regierung Trump an Anthropic, die ethischen Schranken seiner KI-Modelle für den Militäreinsatz abzuschalten, ohne Einlenken von Anthropic verstrichen war, wurde Claude von allen Bundesbehörden verbannt und OpenAI als neuer KI-Lieferant des Pentagon vorgestellt – unter heftigem Protest der ChatGPT-Nutzerbasis. Allerdings enthält auch der Vertrag mit OpenAI die gleichen ethischen Klauseln wie der von Anthropic. Ob der Wechsel etwas mit einer 25-Millionen-Spende an Trumps Wahlkampforganisation zu tun hat oder ob es im Vertrag mit OpenAI Klauseln gibt, nach denen das Pentagon die ethischen Schranken abschalten kann, darüber darf spekuliert werden.
Ausschluss des EU-Parlaments stimmt gegen freiwillige Chatkontrolle
Die Mitglieder des Justizausschusses im EU-Parlament konnten sich nicht darüber einigen, ob das Gesetz über die freiwillige Chatkontrolle zu weit geht oder nicht weit genug. Nachdem die verpflichtende Chatkontrolle gescheitert war hatten sich EU-Kommission und EU-Rat auf eine Verlängerung der freiwilligen Chatkontrolle verständigt.
Starlink soll die Funklöcher der Telekom schließen
Auf dem Mobile World Congress in Barcelona kündigten die beiden Unternehmen ihre Kooperation an, die ab 2028 operativ sein soll. Starlink arbeitet außerdem an einem Mobilfunkdienst, der 5G-ähnliche Bandbreiten über Satellit anbieten soll.
OpenAI sichert Finanzierungsrunde von 110 Milliarden Dollar
Den Löwenanteil trägt diesmal Amazon mit 50 Milliarden Dollar, Nvidia und Softbank sind mit jeweils 30 Milliarden dabei. Ursprünglich hatte Nvidia vor, 100 Milliarden zu investieren, aber angeblich kollidierte dies mit dem Plan von OpenAI, demnächst an die Börse zu gehen.
Telekom integriert KI-Assistenten in Telefonnetz
Der Chatbot der Telekom wird „Magenta AI Call Assistant“ heißen und Kunden sollen ihn mit jedem Gerät hinzuschalten können, Gespräche in Echtzeit zu übersetzen, sie zusammenfassen oder „Fragen aller Art“ zu beantworten. Der Dienst soll dieses Jahr im Mobilfunknetz live gehen, das Festnetz soll kurz darauf folgen.
Zusammenarbeit von Mensch und Maschine soll sicherer werden
Mehrere Fraunhofer-Institute haben in Kooperation die Plattform NeurOSmart entwickelt, die ein sicheres Zusammenspiel zwischen Menschen und Industriemaschinen ermöglichen soll. Dazu überwacht das KI-gestützte System mithilfe von Lidar-Lasern den Arbeitsbereich, den sich Mensch und Maschine bei der Zusammenarbeit teilen.
KI setzt neue Akzente in der Compliance
Die KI-Verordnung der EU in Verbindung mit der reformierten Produkthaftung macht Unternehmen haftbar, wenn der Einsatz von KI in ihren Business-Anwendungen als missbräuchlich befunden wird. Die Beweislast für das Gegenteil liegt bei den Unternehmen.
Frauen sind in IT-Berufen immer noch unterrepräsentiert
Die Ursache steckt offenbar in den Köpfen der Manager: Laut einer neuen Umfrage des Bitkom sind die Verantwortlichen in 43 Prozent der Unternehmen der Ansicht, dass Männer für Digitalberufe besser geeignet sind. Hürden beim Wiedereinstieg nach der Babypause tun ihr Übriges.
KI definiert die Rolle des CIO neu
Der Begriff „IT“ beschreibt die künftigen Erwartungen an den CIO und seine Organisation nur unzureichend. Verlangt wird vom CIO eher Enterprise Technology Leadership. Unter „IT“ sieht die Unternehmensführung momentan nur Ausführende, gefragt sind aber kreative Gestalter.
Videos der Meta-Brille landen in Afrika – fürs KI-Training
Für das Training seiner KI-Modelle nutzt Meta eine Reihe von Dienstleistern, die wiederum Arbeitskräfte in Billiglohnländern beschäftigen. Deren Job: Die Kategorisierung von Inhalten (Tagging), damit KI-Modelle die Inhalte richtig einordnen können. Wie skandinavische Medien herausgefunden haben, gehören zu diesen Inhalten auch Videos, die mit der Datenbrille des Meta-Konzerns aufgenommen wurden und zum Teil ihre Nutzer bei sehr intimen Tätigkeiten zeigen. Die Brille soll demnächst übrigens auch Gesichtserkennung beherrschen. Immerhin gibt es inzwischen auch Apps, die Smart Glasses in der Nähe aufspüren.