US-Regierung stoppt Mythos ‚im Interesse der nationalen Sicherheit‘
Unter Berufung auf die nationale Sicherheit wies die US-Regierung Anthropic an, seine neuesten Modelle Fable 5 und Mythos 5 für Nicht-US-Bürger zu sperren, worauf Anthropic sich gezwungen sah, die Modelle komplett von Netz zu nehmen. Als mögliche Gründe für die Entscheidung der US-Regierung werden seitdem gehandelt:
→ Ein Hinweis von Amazon-Chef Andy Jassy, dass man die Modelle kompromittieren kann.
→ Ein unerlaubter Zugriff von China auf Mythos.
→ Die US-Regierung wollte ausländische Unternehmen davon abhalten, Sicherheitslücken in ihrer Software zu reparieren.
In Deutschland wird dadurch die Gefahr der Abhängigkeit von US-Software und die Notwendigkeit der Schaffung von Alternativen abermals deutlich.
Niederlagenserie für Palantir
Die massive öffentliche Kritik zwingt langsam europäische Politiker, umzudenken: Frankreichs Inlandsgeheimdienst beendet die Zusammenarbeit mit mit Palantir, in Großbritannien steht die Zusammenarbeit mit dem nationalen Gesundheitssystem auf der Kippe und NRW-Innenminister Reul fordert eine europäische Alternative zur Palantir-Software. Diese könnte es als Resultat einer Kooperation zwischen Celonis und Deepset geben. Palantir verliert außerdem ein Gerichtsverfahren gegen ein Schweizer Magazin, während Gründer Alex Karp sich eine Villa in Lichtenstein bauen lässt.
Deutsche Firmen bereit zu Abstrichen zugunsten digitaler Souveränität
Laut der neuen Ausgabe des Cloud-Monitors des Bitkom wären 37 Prozent der befragten Unternehmen bereit, Nachteile wie weniger Funktionen oder höheren Kosten hinzunehmen, um Cloud-Dienste zu nutzen, die Daten ausschließlich in Deutschland verarbeiten.
Massive Kritik gegen Medizinregistergesetz im Bundestag
Der Gesundheitsausschuss beanstandet, dass der Gesetzentwurf der Bundesregierung den Datenschutz beschränkt, das Widerspruchsrecht beschneidet und die Grundrechte der Patienten gefährdet. Ein Änderungsvorschlag der Grünen findet die Zustimmung der Bundesdatenschutzbeauftragten.
EU-Parlament beschließt Verbot von sexualisierten Deepfakes
Das EU-Parlament stimmte mit großer Mehrheit für einen Änderungsvorschlag im KI-Gesetz, der sexualisierte Deepfakes unter Strafe stellt. Nur satirische Karikaturen sollen ausgenommen bleiben.
SpaceX übernimmt Programmier-Tool Cursor
Die Übernahme der KI-Softwarefirma Anysphere war bereits vor dem Börsengang von SpaceX beschlossen, nun ist sie offiziell unterzeichnet worden. Der Preis liegt bei 60 Milliarden Dollar, den die Investoren von Anysphere in Form von SpaceX-Aktien bekommen.
DeepSeek bereit zum Sprung ins internationale Geschäft
Das chinesische KI-Startup hat Medienberichten zufolge eine größere Finanzierungsrunde abgeschlossen und gewinnt immer mehr Fürsprecher außerhalb Chinas. Auch Microsoft will angeblich dessen Modelle im neuen KI-Assistenten „Copilot Cowork“ einsetzen.
Rahmenwerk für die Implementation digitaler Souveränität
Während die meisten deutschen Unternehmen KI-Anwendungen souverän betreiben wollen, zeigt eine neue Studie von IBM, dass sie ihre Abhängigkeit in Sachen KI nicht nur massiv unterschätzen, sondern dass sie ihre Abhängigkeiten kaum kennen. Dieses Rahmenwerk könnte etwas Licht ins Dunkel bringen.
KI eliminiert klassische Karrierepfade – und schafft neue
KI verändert traditionelle berufliche Werdegänge grundlegend, eröffnet aber neue Möglichkeiten. Während Selbstständigkeit für Berufseinsteiger zur realistischen Alternative wird, müssen Unternehmen neue Wege gehen, um ihr Know-how zu sichern.
Wer überwacht eigentlich die Arbeit von KI-Agenten?
Die Einführung von KI bringt neuartige Arbeitsweisen, aber auch neue Fehlerquellen mit sich. Damit wachsen die Anforderungen an Zuverlässigkeit und Resilienz und bleiben gleichzeitig zentrale Herausforderungen im IT-Betrieb, einschließlich DevOps, ITOps und AIOps.
Digitalminister wegen KI-Nutzung in Erklärungsnot
Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und das Handelsblatt haben in letzter Zeit Gastbeiträge von Karsten Wildberger veröffentlicht, die in weiten Teilen mit Hilfe von KI entstanden sind. Beide Zeitungen haben zunächst mit einer Depublizierung der Beiträge reagiert, im Handelsblatt ist der Beitrag wieder live. Nun versucht seine Pressesprecherin, die Sache zurechtzubügeln.
SpaceX legt erfolgreichen Börsenstart hin
Sein Ziel, nämlich mit dem Börsengang 75 Milliarden frisches Kapital zu sammeln, hat SpaceX bereits am Vorabend des Börsenstarts erreicht. Mitverantwortlich dafür dürften die jüngst geschlossenen Deals mit Anthropic und Google sein, denen SpaceX KI-Rechenkapazitäten für insgesamt rund 25 Milliarden Dollar jährlich zur Verfügung stellt.
Auch OpenAI reicht Unterlagen für Börsengang ein
Der ChatGPT-Betreiber ist in Zugzwang, nachdem Anthropic bereits die Woche davor seine Unterlagen eingereicht hatte. Derweil verschärft sich der Wettbewerb gegen Anthropic und Google und OpenAI richtet sich auf einen Preiskampf gegen Anthropic ein, während letzterer es sich leisten kann, die Preise für sein neues Modell „Fable“ zu verdoppeln.
Bundesregierung gründet Institut für KI-Sicherheit
Das neue Institut soll die Analysen und Risikobewertungen neuer KI-Modelle bündeln, sich mit ausländischen Instituten austauschen und auf einheitliche Standards mit internationalen Partnern hinwirken. Solche Einrichtungen gibt es bereits in Großbritannien, Frankreich und den USA.
EU veröffentlicht neue Strategie für Open Source
Das Strategiepapier ist Teil des Gesetzespakets für digitale Souveränität und hebt die Rolle offener Technologien zur Verringerung der Abhängigkeit von ausländischen Anbietern hervor. Das Papier enthält jedoch wenig Verbindliches und die Open-Source-Community ist mit der bisherigen finanziellen Unterstützung von Projekten alles andere als zufrieden.
Auch der Ethikrat positioniert sich gegen Alterskontrollen
Zum Thema Jugendschutz im Netz hat der Deutsche Ethikrat eine Ad-hoc-Stellungnahme mit 13 Empfehlungen verfasst. Der Ethikrat hält darin nicht viel von einem gesetzlichen Mindestalter für Social Media, weil es lediglich einen Teil des Problems löst, dafür aber neue schafft.
Apple startet KI-Aufholjagd mit runderneuerter Siri
Wie gut Apples digitale KI-Assistentin tatsächlich ist, werden die nächsten Wochen zeigen, doch zumindest erfolgte die Implementation gemäß Apples strenger Datenschutzstandards. Allerdings werden EU-Bürger auf die neue Siri noch warten müssen. Was es sonst neues auf dem Entwicklerkongress WWDC gab, erfahren Sie hier.
KI sorgt für eine Wiederbelebung von Intel
Innovationen aus den eigenen Laboren lassen bei Intel noch auf sich warten, doch der ehemalige Marktführer profitiert von der starken Nachfrage nach KI-Chips. Unbestätigten Meldungen zufolge erhielt Intel jüngst Aufträge von Google und Nvidia.
Google muss für Zusammenfassungen haften
Wenn die KI-Zusammenfassung in Googles Suche falsche Tatsachen verbreitet, muss Google dafür geradestehen, entschied das Landgericht München in einem wegweisenden Verfahren.
Die richtige Vorbereitung auf die KI-Arbeitswelt
KI hat bereits heute dramatische Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt – und noch stehen wir am Anfang. Ein Interview mit einem Experten und der letzte Newsletter von ada liefern wichtigen Input für die richtige Vorbereitung auf die Arbeitswelt von morgen.
Wie man sich als Entwickler auf Agentic Coding einstellen sollte
Agentic Coding bietet eine Chance, bessere Software zu liefern, doch man sollte sich auf die Möglichkeiten der Tools richtig einstellen.
KI sorgt in den USA für Eklat vor Gericht
Sowohl der Anwalt des Klägers als der des Verteidigers nahmen für den Prozess die Hilfe von KI wahr, um ihre Schriftsätze zu formulieren, versäumten es allerdings die darin aufgeführten „Fakten“ gründlich zu prüfen. Die Konsequenzen für beide Anwälte gingen über die Standpauke der Richter hinaus.
Polizei nutzt Tracking-Daten der Werbeindustrie
Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks und Netzpolitik nutzen die Polizeibehörden in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern Tracking-Daten der Werbeindustrie. Die Legalität der Erhebung dieser Daten wird angezweifelt, denn sie erfolgt häufig ohne Wissen und Zustimmung der Betroffenen. Andererseits können diese Daten, obwohl angeblich anonymisiert, genaue Bewegungs- und Aktivitätsprofile von Zielpersonen liefern. Bei entsprechenden Anfragen in neun weiteren Bundesländern haben die Behörden eine Auskunft verweigert.
Trump macht Kehrtwende bei KI-Regulierung
Vor knapp einem Jahr hat der US-Präsident jegliche KI-Regulierung per Dekret verboten, doch Anthropics KI „Mythos“ ließ ihn seine Meinung ändern. Nun sollen staatliche Behörden große KI-Modelle vor ihrer Veröffentlichung auf ihre Sicherheit hin prüfen dürfen.
EU-Parlament setzt Zeichen für digitale Souveränität
Das EU-Parlament wird für den eigenen Betrieb Google als Standardsuchmaschine mit Qwant ersetzen. Der Betreiber von Qwant hatte letztes Jahr mit der deutschen Suchmaschine Ecosia ein Joint Venture namens European Search Perspektive gegründet.
Deutsche verbringen weniger Zeit online
Die wöchentlich durchschnittliche Internet-Nutzung ist laut einer neuen Studie der Postbank um fünf Stunden auf 67,4 Stunden gesunken, auch bei den Jüngeren. Familienministerin Prien will unterdessen den Medienkonsum für Kleinkinder unter drei Jahren komplett verbieten.
SoftBank will mehrere KI-Rechenzentren in Frankreich aufbauen
Nach Angaben des japanischen Finanzinvestors sind zunächst Investitionen von 45 Millionen Euro bis 2031 in verschiedenen Standorten vorgesehen, das Gesamtbudget beläuft sich auf 75 Milliarden. Die Rechenzentren sollen eine Stromleistung von insgesamt 5 Gigawatt aufnehmen.
Anthropic bereitet Börsengang vor – und schürt wieder Panik
Anthropic will die Gunst der Stunde als wertvollstes und am stärksten wachsendes KI-Startup nutzen, um an frisches Geld zu kommen. Unterdessen schlägt das Unternehmen vor, die derzeitige KI-Entwicklung aus Sicherheitsgründen zu verlangsamen, während DeepMind-Gründer Demis Hassabis in ein ähnliches Horn bläst. Derweil lässt der KI-Hype langsam nach, die Kosten rund um die KI-Nutzung werden offensichtlicher, das Missbrauchspotenzial steigt, der Widerstand gegen KI-Rechenzentren wächst und die Klagen gegen KI-Unternehmen häufen sich.
Neue KI-Prozessoren von Nvidia und aus Europa
Auf der Computex-Messe in Taiwan stellte Nvidia mit RTX Spark seinen ersten ARM-basierten KI-Prozessor für Windows-PCs vor, während Microsoft die ersten PCs mit diesem Prozessor zeigte. Seinen ebenfalls auf der ARM-Architektur basierenden KI-Prozessor Rhea1 zeigte erstmals das französische Startup SiPearl.
2G-Netz wird 2028 endgültig abgeschaltet
Mit O2 hat nun auch der dritte 2G-Betreiber in Deutschland angekündigt, sein 2G-Netz 2028 abzuschalten. Mit einer Abdeckung von 99,78 Prozent ist es das am besten verbreitete Netz, doch die Betreiber gehen davon aus, dass in den nächsten zwei Jahren auch bei 5G eine ähnliche Abdeckung erreicht wird (aktuell liegt sie bei 95,29 Prozent).
Das richtige Entscheidungsverfahren für unsichere Zeiten
Zu lange Debatten verhindern Entscheidungen, aber zu schnelle Entscheidungen führen oft zu kostspieligen Fehlern. Für den richtigen Mittelweg wurde bislang häufig das Prinzip „Disagree and Commit“ angewendet – getroffene Entscheidungen auch bei gegenteiliger Meinung respektieren und mittragen. Ein neues Prinzip, das nun die Runde macht, heißt „Disagree and let’s see“ und legt den Fokus auf Flexibilität und Lernbereitschaft.
Remote-Teams richtig führen
Auch in Zeiten von „Back to Office“-Dekreten bleiben dezentrale Teams gelebte Realität und deren Führung erfordert Fähigkeiten, die für viele nicht selbstverständlich sind. Hier die wichtigsten Prinzipien der Führung auf Distanz.
Potsdam will Smart Glasses in Schwimmbädern verbieten
Um seine Bürger vor heimlichen Aufnahmen in öffentlichen Schwimmbädern und Saunen zu schützen, hat der Stadtrat für ein Verbot von Smart Glasses in diesen Einrichtungen gestimmt. Das Verbot wurde damit begründet, dass immer mehr entsprechende Videoaufnahmen ohne Wissen der Betroffenen in sozialen Medien landen.