EU-Kommission will Ausweispflicht für Social Media durchsetzen
Kommissionschefin Ursula von der Leyen ist davon überzeugt, dass ein Social-Media-Verbot für Minderjährige, das über Alterskontrollen durchgesetzt wird, unbedingt nötig ist. Der wissenschaftliche Dienst des EU-Parlaments kam unterdessen zum Schluss, dass ein Social-Media-Verbot nur durch eine Abschaffung der Anonymität durchsetzbar ist.
TikTok und Meta wegen ’süchtig machender Designpraktiken‘ am Pranger
Die EU-Kommission will gegen die Betreiber von TikTok, Instagram und Facebook vorgehen, weil deren Geschäftsmodelle die Aufmerksamkeit der Kinder als Ware behandelt, um Geld zu verdienen.
Kaum Besserung bei der Glasfaserversorgung in Deutschland
Laut dem Telekommunikationsverband VATM gehört Deutschlands Mobilfunknetz mittlerweile zu den besten in Europa, doch beim Festnetz dominieren nach wie vor die auf Kupferleitungen basierenden DSL-Anschlüsse – und das wird wohl in absehbarer Zeit so bleiben.
Petition will Digitalzwang verhindern
Das Recht auf analoges Leben soll nach dem Wunsch der Initiatoren einer Petition des Vereins Digitalcourage im Grundgesetz verankert werden, weil der ausufernde Digitalzwang der Demokratie schade.
Erneute Kooperation zwischen Apple und Intel
Gerüchte darüber hatten vergangene Woche Intels Aktienkurs um 10 Prozent aufgewertet, nun verdichten sich die Hinweise, dass da was dran ist. Demnach will Apple Intel als Alternative zu TSMC aufbauen, um die Verfügbarkeit seiner Prozessorchips zu sichern. Medienberichten zufolge ist bereits die Produktion von Kleinserien testweise angelaufen.
Erfolg von Apples Neo motiviert Google zu neuer Notebook-Serie
Die neuen Googlebooks sollen mit einem Betriebssystem laufen, das aus einer Verschmelzung von Android mit Chrome OS hervorgehen soll. Außerdem stellte Google eine neue AndroidVersion vor, die eine engere Integration von Instagram vorsieht und bessere Sicherheit verspricht.
Agenten-Autonomie und ihr Preis
Während SAP diese Woche ihr Autonomous Enterprise vorstellte, in dem KI-Agenten die bisherige Arbeit von Sachbearbeitern übernehmen, machen Meldungen über Fehlleistungen von KI-Agenten die Runde. Zum Beispiel vom KI-Agenten einer Software-Firma, der die gesamte Produktionsdatenbank und alle aktuellen Backups löschte. Oder von KI-Agenten, die ein Café oder einen Radiosender leiten sollten. Dennoch würden drei von zehn Arbeitenden laut einer Umfrage des Bitkom den Job ihres Vorgesetzten lieber an eine KI übertragen.
Signal will besser gegen Phishing vorsorgen
Nachdem einige Bundestagsabgeordnete Phishing-Angriffen zum Opfer fielen, hat die Betreiberfirma des Messengers Signal Änderungen angekündigt. Zunächst soll das Annehmen neuer, unbekannter Kontakte nicht mehr mit einem einzigen Klick möglich sein.
KI soll Arbeitende in der Fertigung entlasten
KI-Agenten sollen Menschen in der Produktion ergänzen, aber nicht ersetzen. Agentenbasierte KI soll dabei autonome digitale Mitarbeiter schaffen, die ihre Umgebung wahrnehmen, analysieren und – unter Aufsicht der Arbeitenden – eigenständig Maßnahmen ergreifen.
KI-bedingte Entlassungswelle rollt weiter
Die Technologiebranche spielt weiterhin die Vorreiterrolle bei diesem Trend. Diesmal will Cisco fünf Prozent seiner Belegschaft (ca. 4.000 Stellen) abbauen, während Amazon seinen Personalabbau nun auf weitere Abteilungen ausgedehnt hat. In Deutschland will die Commerzbank 3.000 Jobs durch KI ersetzen und das Digitalministerium plant den Einsatz von KI-Agenten in der Verwaltung.
Donald Trump setzt sich ein Denkmal mit eigenem Smartphone
Während US-Bürger unter den steigenden Lebenshaltungskosten ächzen und der Benzinpreis sich wegen des Iran-Kriegs in den letzten fünf Monaten fast verdoppelt hat, kommt nach langem Warten endlich das goldfarbene Trump Phone auf dem Markt. Vielleicht sorgt es für etwas mehr Optimismus bei den 70 Prozent der US-Bürger, die für nächstes Jahr eine Rezession erwarten.
Ringen um KI-Regulierung in der EU und in USA
Das KI-Gesetz der EU (AI Act) ist längst in Kraft, doch dessen Anwendung auf Hochrisiko-Systeme wurde noch nicht im Detail konkretisiert. Nun versuchen Lobbygruppen über den EU-Rat, die EU-Kommission und das EU-Parlament, das Gesetz durch Ausnahmeregelungen aufzuweichen. Die Gespräche zwischen den drei Gremien sind Medienberichten zufolge vorerst gescheitert. Unterdessen soll es in den USA Erwägungen geben, von einer absoluten Nichtregulierung von KI abzusehen und Kontrollverfahren für KI-Produkte wie das noch nicht veröffentlichte „Mythos“ von Anthropic einzuführen.
Google stoppt Vergabe der Behörden-Cloud per Einverfahren
Den Zuschlag für den Aufbau einer Cloud für die deutschen Verwaltungsorgane sollten eigentlich SAP und die Deutsche Telekom bekommen, doch in letzter Minute hat ein Konsortium um Google Beschwerde eingelegt. Google und seine Partner sehen nicht ein, dass deren Bewerbung wegen eines angeblichen Formfehlers nicht in die engere Wahl kam.
Google wird Lieferant des US-Verteidigungsministeriums
Trotz des lautstarken Protests von Hunderten seiner Mitarbeiter hat Google offenbar einen Kooperationsvertrag mit dem Pentagon abgeschlossen. Google ist dabei nur eines von vielen Silicon-Valley-Unternehmen, denen die aktuelle Kriegslust der USA neue Umsatzquellen erschließt. Auch Palantir, dessen Software maßgeblich bei der Identifizierung von Zielen eingesetzt wird, konnte seinen Umsatz fast verdoppeln.
Elon Musk liefert RZ-Kapazitäten an Anthropic
Die Zusammenarbeit zwischen SpaceX und Anthropic sieht vor, dass erstere die gesamte Kapazität eines Rechenzentrums mit 220.000 Nvidia-KI-Prozessoren Anthropic zur Verfügung stellen wird. Die Integration von xAI in SpaceX und die Zusammenarbeit mit dem Rivalen Anthropic könnte auf eine neue KI-Strategie bei Elon Musk hindeuten. Unabhängig davon versucht Musk mit einem Gerichtsverfahren gegen OpenAI letztere zurück in die Gemeinnützigkeit zu zwingen und eine Milliardenentschädigung für sich herauszuschlagen.
EU ermittelt gegen Meta wegen fehlenden Jugendschutzes
Nach Meinung der EU-Kommission genügen die Jugendschutzmaßnahmen von Facebook und Instagram nicht EU-Gesetzen, weil sie das in ihren Nutzungsbedingungen festgelegte Mindestalter von 13 Jahren nicht konsequent überprüfen und durchsetzen. Unterdessen arbeitet Meta an einer neuen KI-gestützten Software zur Altersverifizierung, die weiter reicht als alle bisher bekannten Verfahren.
Einheitliches Ladekabel jetzt auch für Laptops
Für Smartphones und E-Reader ist es längst Pflicht, ab sofort müssen auch neue Laptops über den USB-C-Anschluss geladen werden können. Laut EU haben die bisher unterschiedlichen Ladegeräte für 11.000 Tonnen Elektroschrott jährlich gesorgt.
Apple Neo wird ein unverhoffter Verkaufsschlager
Das neue Notebook von Apple ist nicht besonders großzügig ausgestattet, aber mit Preisen ab 599 Euro für Apple-Verhältnisse sehr günstig. Das bescherte Apple nun ein Rekordquartal und eine Verdoppelung der Produktionskapazitäten.
KI in der Fertigung braucht neue Sicherheitskonzepte
Die zu erwartenden Vorteile in Bezug auf Effizienz, Produktivität, Wissensaustausch und Kostensenkungen durch den Einsatz von KI sind sehr groß, doch intelligente Fabriken brauchen eine ebenso intelligente Sicherheitsarchitektur – und die fehlt meistens noch.
Google meint es ernst mit dem ‚persönlichen‘ Assistenten
Googles Gemini kann jetzt mehr Details über den Nutzer abspeichern und diese in künftige Interaktionen nutzen, um die Ergebnisse zu verbessern. Unter dem Codenamen „Remy“ soll Google außerdem an einem OpenClaw-ähnlichen Agenten arbeiten, der eigenständig Aufgaben erledigen soll.
KI-Nutzung steigt, der Widerstand gegen KI am Arbeitsplatz auch
Laut einer Umfrage des Bitkom nutzt jeder Dritte KI mindestens einmal pro Woche. Die meisten stehen positiv gegenüber KI, doch 24 Prozent haben Angst, durch KI zu verdummen, und jeder Zweite lehnt KI am Arbeitsplatz ab. Laut dem US-Medium The Verge ist die ablehnende Haltung bei Studenten und jüngeren Arbeitnehmern besonders stark ausgeprägt ($). Einer US-Studie zufolge sabotieren 44 Prozent der befragten Arbeitnehmer der Generation Z aktiv die KI-Strategie ihres Arbeitgebers.
Spotify will künftig menschengemachte Musik kennzeichnen
Der „AI Slop“ (KI-Matsch) hat längst auch Streaming-Dienste wie Spotify und YouTube erfasst. Nun will Spotify Musik, die von echten Künstlern statt von Maschinen stammt, mit einem grünen Häkchen kennzeichnen. Im Gegenzug ist der KI-DJ von Spotify nun auch auf Deutsch verfügbar.
Die Vorratsdatenspeicherung kehrt zurück
Nach einem Beschluss der Bundesregierung sollen Provider künftig per Gesetz verpflichtet werden, IP-Adressen von deutschen Internetanschlüssen ohne konkreten Anfangsverdacht drei Monate lang zu speichern. Nun muss der Bundestag darüber entscheiden.
Justizministerin stellt neues Gewaltschutzgesetz vor
Das neue Gesetz sieht ein härteres Vorgehen gegen strafbare Online-Postings und Deepfakes vor. Für sexualisierte Deepfakes drohen bis zu zwei Jahre Haft. Auch Doxing sowie digitales Mobbing, Stalking, Cybergrooming oder das unerwünschte Versenden pornografischer Bilder werden als Delikte im Gesetzentwurf erwähnt.
EU-App zur Altersverifizierung binnen Minuten gehackt
Ein Sicherheitsexperte hat die App analysiert und auf X gezeigt, wie man sie in zwei Minuten kompromittieren kann. Sein Fazit: sensible Daten sind ungeschützt im Gerät gespeichert, die biometrische Authentifizierung ist mit einem Klick deaktivierbar. In diesem Zustand sei die App ein „Katalysator für einen gewaltigen Datenabfluss“.
Politisches Manifest von Palantir wirft Fragen auf
Die 22 Thesen des Manifests, das diese Woche auf X/Twitter veröffentlicht wurde, machen deutlich, warum Palantir staatlichen Behörden Überwachungsinstrumente und KI für militärische Zwecke ohne jegliche moralische Einschränkungen an die Hand gibt. Unterdessen plant Digitalminister Wildberger europäische Alternativen zu Palantir und der Datenschutzbeauftragte von NRW geht mit dem neuen Polizeigesetz des Landes hart ins Gericht.
Wechsel an der Spitze von Apple
Tim Cook wird nach fast 15 Jahren an der Spitze des Konzerns sein Amt als CEO an John Ternus abtreten. Ternus diente die letzten Jahre als Hardware-Chef, war die treibende Kraft hinter dem MacBook Neo und gilt als entscheidungsfreudiger als sein Vorgänger.
KI-Anbieter stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen
Die schnell steigende Nutzung von KI-Diensten hat Microsoft und Anthropic veranlasst, die Verfügbarkeit einiger Dienste einzuschränken und ihre Leistungspakete neu zu konfigurieren. Auch die Einschränkung kostenloser Dienste Scheit wahrscheinlich.
Mythos macht Anthropic bei US-Regierung wieder hoffähig
Vertreter der US-Regierung haben sich mit Anthropic-Chef Dario Amodei getroffen, um über den Einsatz der Sicherheits-KI Mythos zu sprechen. Über letztere wird spekuliert, dass sie bereits von der NSA eingesetzt wird. Unterdessen wurde bekannt, dass eine kleine Gruppe unbefugter Nutzer sich schon sehr früh Zugang zu Mythos verschafft hatte.
Gegen den Bau von KI-Rechenzentren formiert sich Widerstand
In Berlin fand eine erste Konferenz von Aktivisten statt, die den Bau riesiger Rechenzentren auf Kosten der Lebensqualität kleiner Gemeinden verhindern wollen. In den USA hat zum ersten Mal das Parlament eines US-Bundesstaats ein vorübergehendes Verbot für den Bau neuer Rechenzentren (€) erlassen.
Auch die Intelligenz von Roboter-KI stammt aus Entwicklungsländern
Physical AI war das große Thema auf der diesjährigen Hannover Messe. Doch auch das Training von humanoiden und Produktionsrobotern wird, wie dies bei generativer KI der Fall ist, überwiegend in Billiglohnländern durchgeführt – von jenen Arbeitern, die danach von Robotern ersetzt werden.
Meta will 10 Prozent seiner Mitarbeiter entlassen
Wie am Donnerstag durch eine konzerninterne E-Mail bekannt wurde, will der Facebook-Konzern 8.000 Beschäftigte entlassen und 6.000 derzeit unbesetzte Stellen streichen. Das gesparte Geld soll in Investitionen in KI fließen.
iPhone-Recycling: Bei Apple geht noch was
In drei verschiedenen Anlagen, eine davon im niederländischen Breda, zerlegt Apple Altgeräte und gewinnt dadurch teure Rohstoffe. Über die Auslastung der Anlagen spricht der Konzern nicht, lässt aber vermuten, dass da noch einiges ginge – wenn nur die Verbraucher ihre Altgeräte zurückgeben würden.