Polizei nutzt Tracking-Daten der Werbeindustrie
Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks und Netzpolitik nutzen die Polizeibehörden in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern Tracking-Daten der Werbeindustrie. Die Legalität der Erhebung dieser Daten wird angezweifelt, denn sie erfolgt häufig ohne Wissen und Zustimmung der Betroffenen. Andererseits können diese Daten, obwohl angeblich anonymisiert, genaue Bewegungs- und Aktivitätsprofile von Zielpersonen liefern. Bei entsprechenden Anfragen in neun weiteren Bundesländern haben die Behörden eine Auskunft verweigert.
Trump macht Kehrtwende bei KI-Regulierung
Vor knapp einem Jahr hat der US-Präsident jegliche KI-Regulierung per Dekret verboten, doch Anthropics KI „Mythos“ ließ ihn seine Meinung ändern. Nun sollen staatliche Behörden große KI-Modelle vor ihrer Veröffentlichung auf ihre Sicherheit hin prüfen dürfen.
EU-Parlament setzt Zeichen für digitale Souveränität
Das EU-Parlament wird für den eigenen Betrieb Google als Standardsuchmaschine mit Qwant ersetzen. Der Betreiber von Qwant hatte letztes Jahr mit der deutschen Suchmaschine Ecosia ein Joint Venture namens European Search Perspektive gegründet.
Deutsche verbringen weniger Zeit online
Die wöchentlich durchschnittliche Internet-Nutzung ist laut einer neuen Studie der Postbank um fünf Stunden auf 67,4 Stunden gesunken, auch bei den Jüngeren. Familienministerin Prien will unterdessen den Medienkonsum für Kleinkinder unter drei Jahren komplett verbieten.
SoftBank will mehrere KI-Rechenzentren in Frankreich aufbauen
Nach Angaben des japanischen Finanzinvestors sind zunächst Investitionen von 45 Millionen Euro bis 2031 in verschiedenen Standorten vorgesehen, das Gesamtbudget beläuft sich auf 75 Milliarden. Die Rechenzentren sollen eine Stromleistung von insgesamt 5 Gigawatt aufnehmen.
Anthropic bereitet Börsengang vor – und schürt wieder Panik
Anthropic will die Gunst der Stunde als wertvollstes und am stärksten wachsendes KI-Startup nutzen, um an frisches Geld zu kommen. Unterdessen schlägt das Unternehmen vor, die derzeitige KI-Entwicklung aus Sicherheitsgründen zu verlangsamen, während DeepMind-Gründer Demis Hassabis in ein ähnliches Horn bläst. Derweil lässt der KI-Hype langsam nach, die Kosten rund um die KI-Nutzung werden offensichtlicher, das Missbrauchspotenzial steigt, der Widerstand gegen KI-Rechenzentren wächst und die Klagen gegen KI-Unternehmen häufen sich.
Neue KI-Prozessoren von Nvidia und aus Europa
Auf der Computex-Messe in Taiwan stellte Nvidia mit RTX Spark seinen ersten ARM-basierten KI-Prozessor für Windows-PCs vor, während Microsoft die ersten PCs mit diesem Prozessor zeigte. Seinen ebenfalls auf der ARM-Architektur basierenden KI-Prozessor Rhea1 zeigte erstmals das französische Startup SiPearl.
2G-Netz wird 2028 endgültig abgeschaltet
Mit O2 hat nun auch der dritte 2G-Betreiber in Deutschland angekündigt, sein 2G-Netz 2028 abzuschalten. Mit einer Abdeckung von 99,78 Prozent ist es das am besten verbreitete Netz, doch die Betreiber gehen davon aus, dass in den nächsten zwei Jahren auch bei 5G eine ähnliche Abdeckung erreicht wird (aktuell liegt sie bei 95,29 Prozent).
Das richtige Entscheidungsverfahren für unsichere Zeiten
Zu lange Debatten verhindern Entscheidungen, aber zu schnelle Entscheidungen führen oft zu kostspieligen Fehlern. Für den richtigen Mittelweg wurde bislang häufig das Prinzip „Disagree and Commit“ angewendet – getroffene Entscheidungen auch bei gegenteiliger Meinung respektieren und mittragen. Ein neues Prinzip, das nun die Runde macht, heißt „Disagree and let’s see“ und legt den Fokus auf Flexibilität und Lernbereitschaft.
Remote-Teams richtig führen
Auch in Zeiten von „Back to Office“-Dekreten bleiben dezentrale Teams gelebte Realität und deren Führung erfordert Fähigkeiten, die für viele nicht selbstverständlich sind. Hier die wichtigsten Prinzipien der Führung auf Distanz.
Potsdam will Smart Glasses in Schwimmbädern verbieten
Um seine Bürger vor heimlichen Aufnahmen in öffentlichen Schwimmbädern und Saunen zu schützen, hat der Stadtrat für ein Verbot von Smart Glasses in diesen Einrichtungen gestimmt. Das Verbot wurde damit begründet, dass immer mehr entsprechende Videoaufnahmen ohne Wissen der Betroffenen in sozialen Medien landen.
EU will Abhängigkeit bei Halbleitern und Satellitendiensten reduzieren
EU-Digitalkommissarin Virkkunen will nächste Woche den Entwurf für einen zweiten Chips Act vorstellen, um die europäische Halbleiterproduktion zu stärken, da in den letzten Jahren einige geplante Großprojekte wie die Intel-Fab scheiterten. Außerdem will die EU-Kommission weniger Lizenzen für sicherheitsrelevante Frequenzen an ausländische Satellitendienste vergeben, um die Abhängigkeit von den USA bei Mobilfunkdiensten zu reduzieren.
Der Papst will die Menschenwürde im KI-Zeitalter retten
Der Untertitel der ersten Enzyklika von Papst Leo verrät bereits, worum es ihm geht, nämlich um „die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“. Er hat in dieser Mission nicht nur prominente Mitstreiter aus dem Silicon Valley, sondern auch große Teile der jungen Generation Z, die KI kritisch gegenüber stehen. Jüngst wurden KI-Optimisten wie Ex-Google-Chef Eric Schmidt von Uni-Absolventen ausgebuht, während kritische Stimmen wie Apple-Mitgründer Steve Wozniak bejubelt werden.
EU bestraft Temu wegen des Verkaufs gefährlicher Produkte
Die chinesische Handelsplattform muss eine Geldbuße in Höhe von 200 Millionen Euro bezahlen, weil sie unsicheres Kinderspielzeug, überhitzende Ladegeräte und Produkte mit giftigen Chemikalien verkauft hat.
Polymarket-Wetten gewinnen kriminelle Züge
Im März erhielt ein israelischer Journalist Morddrohungen im Versuch, seine Berichterstattung zu ändern, nun wurde ein Google-Entwickler angeklagt, weil er mit Insder-Informationen auf Polymarket 1,2 Millionen Dollar verdient haben soll. Derweil stehen Dienste wie Polymarket unter dem Schutz der Regierung Trump, während seine Familie kräftig daran verdient.
DeepSeek startet KI-Preiskrieg
Der chinesische KI-Anbieter senkt die Preise für sein bestes Modell dauerhaft um 75 Prozent, weil er nach eigenen Angaben die Effizienz seiner Modelle um dieselbe Prozentzahl erhöhen konnte. Die Preissenkung ist vor allem für Unternehmen interessant, die das DeepSeek-Modell selbst hosten wollen.
Anthropic nennt Zeitrahmen für Freigabe von ‚Mythos‘
Modelle der Mythos-Klasse sollen „in den nächsten Wochen für alle Kunden verfügbar“ werden, da die Entwicklung der nötigen Schutzmaßnahmen Fortschritte mache, kündigte das Unternehmen an. Zugleich stellte es mit Claude Opus 4.8 sein neues Flaggschiffmodell an, das viermal weniger unbemerkte Fehler mache.
Google stellt Technologie zur Erkennung von Deepfakes vor
Die Funktion „Ähnlichkeitserkennung“ soll zunächst YouTube-Nutzern zur Verfügung stehen, die herausfinden wollen, ob und wo auf der Plattform Deepfakes von ihnen kursieren. Dazu müssen sie ein Ausweisfoto oder ein Videoselfie von sich hochladen. Google verspricht, diese Aufnahmen nicht für das Training seiner KI zu verwenden.
Apple verstärkt iPhone-Diebstahlschutz und erschwert Ortung
Um zu erkennen, ob ein entsperrtes Handy jemandem aus der Hand gerissen wurde, analysiert das Betriebssystem eine Kombination aus verschiedenen Indikatoren wie Bewegungssensor, WLAN oder in der Nähe befindliche Bluetooth-Geräte. Apple-Geräte mit den neuen C1- und C1X-Modems können die Funktion „Genauen Standort beschränken“ nutzen, um den Datenabfluss an den Mobilfunkbetreiber einzuschränken.
Das sind die von der KI am meisten bedrohten IT-Jobs
KI-Agenten übernehmen zunehmend klar beschreibbare und überprüfbare Tasks wie Coding, Reviews, Deployment oder Pull-Request-Zyklen. Doch auch anspruchsvollere Tätigkeiten in der IT sind im Visier der KI, wie eine neue Studie verrät.
Tokenmaxxing – eine Vorgabe, die einfach nur dumm ist
Neuerdings misst Meta die Produktivität ihrer Entwickler über ihren jeweiligen Verbrauch an Tokens der Programmier-KI Claude Code. Warum das eine idiotische Idee ist, erklärt ein altgedienter Entwickler.
Warum Chefs auf den KI-Hype reinfallen
… erklärt einer, der es wissen müsste: Aaron Levie ist selbst Gründer und Chef des Technologieunternehmens Box, dessen Plattform auch KI-Features bietet. Seiner Ansicht nach sehen Chefs häufig nur die tollen Ergebnisse, berücksichtigen aber nicht all die Schritte, die notwendig sind, um auch nachhaltige Ergebnisse zu erzielen. Stattdessen sollten sie lieber KI selbst intensiv nutzen, um ein Gefühl sowohl für die Vorteile als auch für den dafür nötigen Aufwand zu bekommen, schrieb er auf Twitter.
Telekom und SAP sollen öffentliche KI-Infrastruktur aufbauen
Das Konsortium rund um Google zog seine Beschwerde zurück und das Digitalministerium konnte seinen Auftrag in Höhe von 250 Millionen Euro an das Konsortium vergeben, das bis dahin als Favorit galt. Die KI-Cloud soll „das Rückgrat einer souveränen, digitalen und KI-fähigen Verwaltung in Deutschland“ werden.
Digitalministerkonferenz nimmt Kurs auf ‚digital only‘
Nicht ob, sondern bis wann Verwaltungsbehörden nur noch rein digitale Prozesse anbieten und papiergebundene abschaffen, ist die Frage, mit der sich Bundesdigitalminister Wildberger und seine Kollegen aus den Ländern beschäftigen. Auf dem Weg dorthin müsse auch der Datenschutz KI-gerecht reformiert werden.
Betreiber von Website-Chatbots haften für Falschinformationen
Das Oberlandesgericht Hamm bezieht sich auf den Chatbot einer Schönheitsklinik, der eine Reihe von Facharzt-Bezeichnungen halluziniert hatte, etwa „Fachärzte für ästhetische Medizin“. Verbraucherschützer hatten die Klinik auf Unterlassung verklagt und nun gewonnen.
Anthropic stellt operative Gewinne in Aussicht
Das KI-Unternehmen scheint OpenAI hinter sich gelassen zu haben und erwartet nach Informationen des Wall Street Journal im zweiten Quartal einen Umsatz von 10,9 Milliarden Dollar und einen operativen Gewinn von 559 Millionen. Unterdessen informierte Anthropic die Bankenaufsicht über neue Risiken in Zusammenhang mit seiner Software.
Hacker erbeuten 100.000 Patientendatensätze
Bereits Mitte April fand ein Cyberangriff auf den externen Dienstleister zahlreicher deutscher Kliniken statt, bei dem Zehntausende Patientendaten abgegriffen wurden. Betroffen sind mitunter die Unikliniken von Köln, Freiburg, Ulm, Heidelberg und Tübingen.
Frankreichs Verwaltung nimmt Kurs auf Open Source
Die für Digitalisierung zuständige Behörde gab bekannt, dass Windows-Systeme durch Linux ersetzt werden. Mittelfristig soll die Abhängigkeit von Software nichteuropäischer Anbieter drastisch gesenkt werden. Eine Studie der Zürcher Stadtverwaltung kam derweil zum Schluss, dass OpenDesk derzeit noch keine vollwertige Alternative zu Microsoft 365 sein kann.
Selbstkopierende KI: Nicht so gefährlich wie vermutet?
In einem Experiment konnten KI-Modelle von Anthropic Schwachstellen an einem Rechner identifizieren und diese nutzen, um sich selbst darauf zu kopieren. Sicherheitsforscher geben aber zu bedenken, dass Testergebnisse in kontrollierten Umgebungen oft dramatischer ausfielen als in der Realität möglich.
Was taugt die neue Version von Amazons Alexa?
Ein Redakteur der ZEIT und Nutzer der bisherigen Version hat Alexa+ getestet und findet, dass die KI-gestützte Version viel besser ist. Doch sein Fazit über die Fähigkeiten von Alexa+ würde der bayerische Kabarettist Gerhard Polt etwa so ausdrücken: „Braucht’s des?“
Die Nutzung von Schatten-KI wächst, trotz Governance
Unternehmen versuchen, die Nutzung unerlaubter KI-Dienste meist durch mehr Regeln, mehr Kontrolle und mehr Restriktionen zu unterbinden. Das ist nicht besonders wirksam solange den Mitarbeitern die Gründe nicht im Detail erklärt werden. Es ist ein neues Narrativ nötig.
KI-Halluzinationen bauen ein fiktives Paralleluniversum auf
Das Vertrauen in den Output von KI-Chatbots verleitet auch namhafte Beraterfirmen wie EY (Ernst&Young) dazu, ihre Berichte mit fiktiven Quellen zu füllen. Der Bericht wurde von EY inzwischen zurückgezogen, doch die Forensiker von GPTzero weisen darauf hin, dass die falschen Fakten des Berichts längst von Medien zitiert wurden und weiterhin in Umlauf sind.
Elon Musks Klage gegen OpenAI endet mit einem Nicht-Urteil
Der Tesla-Gründer wollte Schadenersatz und eine Rückführung von OpenAI in die Gemeinnützigkeit erreichen, doch es gab kein Urteil zur Sache. Stattdessen wurde die Klage wegen eines Verfahrensfehlers abgewiesen – die Klageschrift wurde nicht fristgerecht eingereicht. Die Investoren von OpenAI können endlich aufatmen.