Ringen um KI-Regulierung in der EU und in USA
Das KI-Gesetz der EU (AI Act) ist längst in Kraft, doch dessen Anwendung auf Hochrisiko-Systeme wurde noch nicht im Detail konkretisiert. Nun versuchen Lobbygruppen über den EU-Rat, die EU-Kommission und das EU-Parlament, das Gesetz durch Ausnahmeregelungen aufzuweichen. Die Gespräche zwischen den drei Gremien sind Medienberichten zufolge vorerst gescheitert. Unterdessen soll es in den USA Erwägungen geben, von einer absoluten Nichtregulierung von KI abzusehen und Kontrollverfahren für KI-Produkte wie das noch nicht veröffentlichte „Mythos“ von Anthropic einzuführen.
Google stoppt Vergabe der Behörden-Cloud per Einverfahren
Den Zuschlag für den Aufbau einer Cloud für die deutschen Verwaltungsorgane sollten eigentlich SAP und die Deutsche Telekom bekommen, doch in letzter Minute hat ein Konsortium um Google Beschwerde eingelegt. Google und seine Partner sehen nicht ein, dass deren Bewerbung wegen eines angeblichen Formfehlers nicht in die engere Wahl kam.
Google wird Lieferant des US-Verteidigungsministeriums
Trotz des lautstarken Protests von Hunderten seiner Mitarbeiter hat Google offenbar einen Kooperationsvertrag mit dem Pentagon abgeschlossen. Google ist dabei nur eines von vielen Silicon-Valley-Unternehmen, denen die aktuelle Kriegslust der USA neue Umsatzquellen erschließt. Auch Palantir, dessen Software maßgeblich bei der Identifizierung von Zielen eingesetzt wird, konnte seinen Umsatz fast verdoppeln.
Elon Musk liefert RZ-Kapazitäten an Anthropic
Die Zusammenarbeit zwischen SpaceX und Anthropic sieht vor, dass erstere die gesamte Kapazität eines Rechenzentrums mit 220.000 Nvidia-KI-Prozessoren Anthropic zur Verfügung stellen wird. Die Integration von xAI in SpaceX und die Zusammenarbeit mit dem Rivalen Anthropic könnte auf eine neue KI-Strategie bei Elon Musk hindeuten. Unabhängig davon versucht Musk mit einem Gerichtsverfahren gegen OpenAI letztere zurück in die Gemeinnützigkeit zu zwingen und eine Milliardenentschädigung für sich herauszuschlagen.
EU ermittelt gegen Meta wegen fehlenden Jugendschutzes
Nach Meinung der EU-Kommission genügen die Jugendschutzmaßnahmen von Facebook und Instagram nicht EU-Gesetzen, weil sie das in ihren Nutzungsbedingungen festgelegte Mindestalter von 13 Jahren nicht konsequent überprüfen und durchsetzen. Unterdessen arbeitet Meta an einer neuen KI-gestützten Software zur Altersverifizierung, die weiter reicht als alle bisher bekannten Verfahren.
Einheitliches Ladekabel jetzt auch für Laptops
Für Smartphones und E-Reader ist es längst Pflicht, ab sofort müssen auch neue Laptops über den USB-C-Anschluss geladen werden können. Laut EU haben die bisher unterschiedlichen Ladegeräte für 11.000 Tonnen Elektroschrott jährlich gesorgt.
Apple Neo wird ein unverhoffter Verkaufsschlager
Das neue Notebook von Apple ist nicht besonders großzügig ausgestattet, aber mit Preisen ab 599 Euro für Apple-Verhältnisse sehr günstig. Das bescherte Apple nun ein Rekordquartal und eine Verdoppelung der Produktionskapazitäten.
KI in der Fertigung braucht neue Sicherheitskonzepte
Die zu erwartenden Vorteile in Bezug auf Effizienz, Produktivität, Wissensaustausch und Kostensenkungen durch den Einsatz von KI sind sehr groß, doch intelligente Fabriken brauchen eine ebenso intelligente Sicherheitsarchitektur – und die fehlt meistens noch.
Google meint es ernst mit dem ‚persönlichen‘ Assistenten
Googles Gemini kann jetzt mehr Details über den Nutzer abspeichern und diese in künftige Interaktionen nutzen, um die Ergebnisse zu verbessern. Unter dem Codenamen „Remy“ soll Google außerdem an einem OpenClaw-ähnlichen Agenten arbeiten, der eigenständig Aufgaben erledigen soll.
KI-Nutzung steigt, der Widerstand gegen KI am Arbeitsplatz auch
Laut einer Umfrage des Bitkom nutzt jeder Dritte KI mindestens einmal pro Woche. Die meisten stehen positiv gegenüber KI, doch 24 Prozent haben Angst, durch KI zu verdummen, und jeder Zweite lehnt KI am Arbeitsplatz ab. Laut dem US-Medium The Verge ist die ablehnende Haltung bei Studenten und jüngeren Arbeitnehmern besonders stark ausgeprägt ($). Einer US-Studie zufolge sabotieren 44 Prozent der befragten Arbeitnehmer der Generation Z aktiv die KI-Strategie ihres Arbeitgebers.
Spotify will künftig menschengemachte Musik kennzeichnen
Der „AI Slop“ (KI-Matsch) hat längst auch Streaming-Dienste wie Spotify und YouTube erfasst. Nun will Spotify Musik, die von echten Künstlern statt von Maschinen stammt, mit einem grünen Häkchen kennzeichnen. Im Gegenzug ist der KI-DJ von Spotify nun auch auf Deutsch verfügbar.
Die Vorratsdatenspeicherung kehrt zurück
Nach einem Beschluss der Bundesregierung sollen Provider künftig per Gesetz verpflichtet werden, IP-Adressen von deutschen Internetanschlüssen ohne konkreten Anfangsverdacht drei Monate lang zu speichern. Nun muss der Bundestag darüber entscheiden.
Justizministerin stellt neues Gewaltschutzgesetz vor
Das neue Gesetz sieht ein härteres Vorgehen gegen strafbare Online-Postings und Deepfakes vor. Für sexualisierte Deepfakes drohen bis zu zwei Jahre Haft. Auch Doxing sowie digitales Mobbing, Stalking, Cybergrooming oder das unerwünschte Versenden pornografischer Bilder werden als Delikte im Gesetzentwurf erwähnt.
EU-App zur Altersverifizierung binnen Minuten gehackt
Ein Sicherheitsexperte hat die App analysiert und auf X gezeigt, wie man sie in zwei Minuten kompromittieren kann. Sein Fazit: sensible Daten sind ungeschützt im Gerät gespeichert, die biometrische Authentifizierung ist mit einem Klick deaktivierbar. In diesem Zustand sei die App ein „Katalysator für einen gewaltigen Datenabfluss“.
Politisches Manifest von Palantir wirft Fragen auf
Die 22 Thesen des Manifests, das diese Woche auf X/Twitter veröffentlicht wurde, machen deutlich, warum Palantir staatlichen Behörden Überwachungsinstrumente und KI für militärische Zwecke ohne jegliche moralische Einschränkungen an die Hand gibt. Unterdessen plant Digitalminister Wildberger europäische Alternativen zu Palantir und der Datenschutzbeauftragte von NRW geht mit dem neuen Polizeigesetz des Landes hart ins Gericht.
Wechsel an der Spitze von Apple
Tim Cook wird nach fast 15 Jahren an der Spitze des Konzerns sein Amt als CEO an John Ternus abtreten. Ternus diente die letzten Jahre als Hardware-Chef, war die treibende Kraft hinter dem MacBook Neo und gilt als entscheidungsfreudiger als sein Vorgänger.
KI-Anbieter stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen
Die schnell steigende Nutzung von KI-Diensten hat Microsoft und Anthropic veranlasst, die Verfügbarkeit einiger Dienste einzuschränken und ihre Leistungspakete neu zu konfigurieren. Auch die Einschränkung kostenloser Dienste Scheit wahrscheinlich.
Mythos macht Anthropic bei US-Regierung wieder hoffähig
Vertreter der US-Regierung haben sich mit Anthropic-Chef Dario Amodei getroffen, um über den Einsatz der Sicherheits-KI Mythos zu sprechen. Über letztere wird spekuliert, dass sie bereits von der NSA eingesetzt wird. Unterdessen wurde bekannt, dass eine kleine Gruppe unbefugter Nutzer sich schon sehr früh Zugang zu Mythos verschafft hatte.
Gegen den Bau von KI-Rechenzentren formiert sich Widerstand
In Berlin fand eine erste Konferenz von Aktivisten statt, die den Bau riesiger Rechenzentren auf Kosten der Lebensqualität kleiner Gemeinden verhindern wollen. In den USA hat zum ersten Mal das Parlament eines US-Bundesstaats ein vorübergehendes Verbot für den Bau neuer Rechenzentren (€) erlassen.
Auch die Intelligenz von Roboter-KI stammt aus Entwicklungsländern
Physical AI war das große Thema auf der diesjährigen Hannover Messe. Doch auch das Training von humanoiden und Produktionsrobotern wird, wie dies bei generativer KI der Fall ist, überwiegend in Billiglohnländern durchgeführt – von jenen Arbeitern, die danach von Robotern ersetzt werden.
Meta will 10 Prozent seiner Mitarbeiter entlassen
Wie am Donnerstag durch eine konzerninterne E-Mail bekannt wurde, will der Facebook-Konzern 8.000 Beschäftigte entlassen und 6.000 derzeit unbesetzte Stellen streichen. Das gesparte Geld soll in Investitionen in KI fließen.
iPhone-Recycling: Bei Apple geht noch was
In drei verschiedenen Anlagen, eine davon im niederländischen Breda, zerlegt Apple Altgeräte und gewinnt dadurch teure Rohstoffe. Über die Auslastung der Anlagen spricht der Konzern nicht, lässt aber vermuten, dass da noch einiges ginge – wenn nur die Verbraucher ihre Altgeräte zurückgeben würden.
EU-Kommission bringt App zur Altersverifizierung
Um nationalen Alleingängen und Wildwuchs zuvorzukommen, hat die EU-Kommission eine europäische App zur Altersverifizierung entwickeln lassen. Damit ließen sich in der Praxis auch Social-Media-Verbote für Jugendliche durchsetzen. Experten stellen die Sinnhaftigkeit einer solchen App in Zweifel und kritisieren ihren Umgang mit persönlichen Daten.
Bundesnetzagentur führt Minderungsrecht für Mobilfunk ein
Die Bundesnetzagentur veröffentlichte ein Regelwerk, mit dem Verbraucher bei schlechter Netzabdeckung eine Preissenkung oder eine Sonderkündigung bei ihren Providern geltend machen können. Hierfür schrieb die Behörde Schwellen fest, von denen an der Minderungsanspruch greift.
Amazon macht Starlink Konkurrenz
Durch die Übernahme von Globalstar, eines US-Anbieters für Satellitenkommunikation, baut Amazon sein eigenes Satellitennetzwerk aus und wird zu einem ernsthaften Konkurrenten für Starlink. Das gemeinsame Netz soll Verbrauchern und Unternehmen „lückenlose Konnektivität“ über Satellit bieten.
Hohes Misstrauen gegenüber chinesischen und US-Unternehmen
Laut einer europaweiten Umfrage des US-Magazins Politico trauen 84 Prozent der Befragten US-Unternehmen keinen verantwortungsvollen Umgang mit ihren persönlichen Daten zu. Gegenüber chinesischen Unternehmen liegt das Misstrauen sogar bei 93 Prozent. Unterdessen werden auch die „souveränen Clouds“ der US-Hyperscaler in der Presse kritisch betrachtet.
Molotov-Cocktail und Schüsse auf das Haus von Sam Altman
Nach einem sehr ausführlichen, aber wenig schmeichelhaften Portrait des CEO von OpenAI im US-Magazin New Yorker wurde dessen Haus Ziel zweier Angriffe. Einer der mutmaßlichen Täter wurde festgenommen und soll Verbindungen zu einer KI-kritischen Organisation haben.
DeepL bringt Voice-to-Voice Simultanübersetzung
Das deutsche KI-Startup, dessen Übersetzungstool inzwischen international genutzt wird, hat eine Voice-to-Voice Simultanübersetzung vorgestellt, die in Plattformen wie Teams oder Zoom integrierbar sein soll.
Anthropic stellt Claude-Erweiterung für Word vor
Die Erweiterung ermöglicht unter anderem die Analyse von Text und Kommentaren, Bearbeitung und Korrektur, semantische Navigation sowie die automatische Befüllung von Vorlagen mit Inhalten. Es ist die dritte Erweiterung für Office nach Excel und PowerPoint.
EU-Forschung: Social Media ohne Suchtgefahr ist möglich
Die EU sollte in ihrem Streben nach digitaler Souveränität neue Geschäftsmodelle im digitalen Raum entwickeln, die besser mit der Demokratie vereinbar sind, fordert eine neue Studie der Forschungsstelle der EU-Kommission. Heutige Geschäftsmodelle begünstigen Inhalte, die negativ, emotional und konfliktgeladen sind und die Demokratie bedrohen.
Was Menschen bei der Arbeit wirklich leitet
Das Fraunhofer IAO hat zusammen mit der Uni Bochum und dem MSB Medical School ein empirisch fundiertes Modell entwickelt, das Arbeitswerte systematisch erfasst – Überzeugungen darüber, was im Arbeitskontext erstrebenswert ist. Diese lassen sich gezielt nutzen, um mitunter Jobs zu definieren und Führungsstile zu prägen.
Der CISO – vom Sicherheitschef zum Transformationsmanager
IT-Sicherheit ist zu einem strategischen Kernbereich geworden, der jenseits der Sicherheit des Geschäftsbetrieb hinausreicht. Für Chief Information Security Officers (CISOs) bedeutet dies einen grundlegenden Rollenwandel.
Mark Zuckerberg klont sich selbst als KI-Bot
Medienberichten zufolge mischt Facebook-Chef Mark Zuckerberg selbst bei den KI-Projekten von Meta mit und verbringt fünf bis zehn Stunden pro Woche mit dem Programmieren von KI-Projekten. Mitunter soll er an der Entwicklung eines KI-Avatars von sich selbst beteiligt sein, das seinen Mitarbeitern Gespräche und Feedback bieten soll, um die Bindung zum Unternehmen und zu ihm persönlich als CEO zu fördern. Ob der „Zuck Bot“ auch gekündigte Mitarbeiter trösten soll, ist nicht bekannt.