‚Fairplay-Agreement’ soll den Glasfaserausbau beschleunigen
Ein Bündnis der Branchenverbände BDEW, Breko und VKU, deren Mitglieder Stadtwerke und regionale Telekommunikationsanbieter sind, will eine freiwillige Branchenvereinbarung statt den geplanten neuen staatlichen Vorschriften durchsetzen. Ihr Vorschlag sieht eine gegenseitige Öffnung der Netze und Kooperation der verschiedenen Anbieter vor, statt des bisherigen Wettbewerbsprinzips und des häufig doppelten Ausbaus.
Bundesrechnungshof kritisiert Umsetzung der Verwaltungsdigitalisierung
Das Digitalministerium laufe Gefahr, alte Fehler zu wiederholen, so der Tenor des Berichts. So vermissen die Prüfer eine Gesamtstrategie und ein klares Zielbild für die Umsetzung. Außerdem würde es an einer klaren Kommunikation bezüglich der künftigen Standards fehlen und die Projektmanagement-Software, die den Fortschritt des Projekts verfolgen soll, komme viel zu spät zum Einsatz.
Meta in den USA wegen mangelnden Kinderschutzes verurteilt
Ein Gericht im US-Bundesstaat New Mexico hat den Facebook-Konzern zu einer Strafzahlung von 567 Millionen Dollar verurteilt. Meta will das Urteil anfechten, denn es steht viel auf dem Spiel: ähnliche Klagen wurden auch in anderen Bundesstaaten eingereicht. Unterdessen zeigt eine neue Studie aus Italien, dass die Nutzung von Social Media die Schulleistungen der Kinder beeinträchtigt, je früher sie damit in Kontakt kommen.
Das Geschäft von Palantir boomt, der Widerstand wächst
Um stolze 93 Prozent konnte Palantir seinen Umsatz im vergangenen Quartal steigern und hat im Vorfeld dafür gesorgt, dass es in Europa möglichst wenig Steuern zahlen muss. Unterdessen wächst in Europa der Druck der Öffentlichkeit gegenüber der Politik, sich von Palantir zu distanzieren, und in den USA hat sich der Widerstand zu einem Netzwerk formiert.
Amazon investiert 220 Milliarden in Bau von KI-Rechenzentren
Die ursprünglich angepeilte Summe von 200 Milliarden Dollar für das laufende Geschäftsjahr ist laut CEO Andy Jassy wegen der hohen Speicherpreise um 10 Prozent gestiegen. Wegen der starken Nachfrage nach Cloud-Kapazitäten stellte Jassy langfristig ein Umsatzziel von einer Billion Dollar in Aussicht.
Auch Meta-KI als Hacker unterwegs, Anthropic geht phishen
Eine Fehlkonfiguration bei einem Partnerunternehmen, das mit dem Testen neuer KI-Modelle beauftragt wurde, war dafür verantwortlich, dass das KI-Modell Muse Spark 1.1 in das Netzwerk eines fremden Unternehmens einbrechen konnte. Unterdessen verschickte eine KI von Anthropic Phishing-Mails und kontaktierte Verantwortliche mit einer Fake-Identität, um öffentlich zugängliche Software infizieren zu können.
LLMs lassen sich immer für Angriffe missbrauchen
Während der Verfassungsschutz vor mehr Cyberangriffen wegen KI warnt, liefert eine neue Studie aus USA einen neuen Grund zur Beunruhigung. Demnach sei eine inhärente Eigenschaft von großen Sprachmodellen dafür verantwortlich, dass sie sich grundsätzlich immer zu Cyberangriffen überreden lassen können.
Apple muss in Europa Zwischenablage für Windows anbieten
Um Vorgaben der EU einzuhalten, wird Apple demnächst sein iPhone-Betriebssystem dahingehend öffnen, dass ein einfaches Hin- und Herkopieren von Daten zwischen iPhone und Windows-PCs möglich wird.
Arbeit muss im agentenbasierten KI-Zeitalter neu gedacht werden
Der Erfolg KI-gesteuerter Betriebsabläufe innerhalb eines Unternehmens wird davon abhängen, wie gut die Zusammenarbeit zwischen menschlichen Mitarbeitern und KI-Agenten funktioniert und wie ausgewogen das Verhältnis zwischen Autonomie und Aufsicht bei der Steuerung der KI-Agenten ausfällt.
Autonome Agenten brauchen klare Governance
Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es klare Regeln: Wer darf bis zu welcher Summe entscheiden? Wann braucht es eine zweite Freigabe? Und wer greift ein, wenn etwas schiefläuft? Für KI-Agenten müssen dieselben Fragen beantwortet werden, bevor sie im Tagesgeschäft mehr tun als nur Vorschläge liefern.
ChatGPT klingt jetzt noch menschlicher
Terminlich passend zur Kennzeichnungspflicht von KI-Chatbots in der EU führt OpenAI eine verbesserte Version der Sprachfunktion von ChatGPT ein, die den Chatbot nun noch mehr wie einen echten Menschen klingen lässt. So werden beispielsweise die „Denkpausen“ der KI jetzt mit typischen Füllwörtern wie „Hmm“, „ja“ oder einem langsamen „okay“ versehen. Die Absicht ist klar: Die Bindung zum Chatbot steigt, je mehr der Nutzer das Gefühl hat, dass er oder sie mit einem Menschen spricht. Diese als ELIZA-Effekt bekannte Wirkung ist KI-Entwicklern seit den Sechzigerjahren geläufig, ihre gefährlichen Nebenwirkungen wurden in zahlreichen Filmen thematisiert und gerade OpenAI wurde häufig wegen der verheerenden Wirkung dieser Eigenschaft auf Teenager verklagt. Doch offenbar sind etwaige Strafzahlungen wegen solcher Vergehen, wie das Beispiel Meta oben zeigt, im Business-Plan einkalkuliert.
OpenAI und Anthropic entpuppen sich zunehmend als Gefährder
Der Einbruch bei Hugging Face war wohl nur die Spitze des Eisbergs: Auch andere Firmen waren von den Angriffen des neuen ChatGPT-Modells betroffen, wie OpenAI selbst zugegeben hat. Außerdem wurde jetzt bekannt, dass auch das neue Modell von Anthropic bei Testläufen ungeplant in Computersysteme von drei Unternehmen eindrang. Doch sosehr solche „Eigenmächtig ausgebrochen“-Stories seitens der KI-Firmen für PR-Zwecke ausgeschlachtet werden, es ist nicht die „Allmacht der KI-Modelle“, die für derlei Vorfälle verantwortlich ist,. Schon eher die Nachlässigkeit der KI-Entwickler in Sachen Security, die langsam die gesamte digitale Industrie und die Privatsphäre ihrer Nutzer gefährdet.
Zirkelgeschäfte der KI-Branche bereiten Anlegern Sorgen
Letztes Jahr kündigte OpenAI mehrere Deals für den Aufbau neuer Rechenzentren an, mitunter einen 300-Milliarden-Deal mit Oracle – obwohl es noch keinerlei Aussicht auf Profitabilität hat. Nun will Nvidia Garantien in Höhe von 250 Milliarden Dollar für diese Projekte bereitstellen – wohl auch, um den Absatz der eigenen Prozessoren zu sichern. Diese Art Geschäfte sorgen nun dafür, dass Anleger der KI-Branche langsam den Rücken kehren (€).
EU will sieben KI-Gigafactories auf den Weg bringen
Mit knapp 10 Milliarden Euro will die EU den Aufbau neuer KI-Rechenzentren fördern. Die Initiative ist Teil der Strategie, eine souveräne europäische KI-Infrastruktur aufzustellen und den Zugang zu Hochleistungsrechnern zu verbessern. Nun sollen sich Unternehmen wie die Telekom, Schwarz Digits, IONOS und andere mit entsprechenden Projekten bewerben.
Geheimdienstreform als Vorbereitung auf den Ausnahmezustand
Die geplante Geheimdienstreform des Innenministeriums enthält mehrere Maßnahmen, die von Experten als nicht verfassungskonform bezeichnet werden. Doch im Kriegsfall oder der Erklärung des Ausnahmezustands würden nach dem Gesetzentwurf die Geheimdienste komplett außer Kontrolle agieren.
Erweiterte Kennzeichnungspflicht für KI-Produkte tritt in Kraft
Am Sonntag läuft die Übergangsfrist für eine Reihe von Regeln des EU-KI-Gesetzes (AI Act) ab. Dazu gehört die Kennzeichnung von KI-Chatbots für Verbraucher, die Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten und Bildern sowie die Emotionserkennung.
IT-Firmen gründen Sicherheitsallianz für KI
Während Mitarbeiter von KI-Firmen eine weltweite Verlangsamung des Entwicklungstempos für KI fordern (als wären ihre Arbeitgeber dazu bereit, dies einzuhalten), gründen 30 große IT-Konzerne (darunter OpenAI, Google, IBM, Palantir und Microsoft) eine neue Allianz, um Open-Source-Modelle zur Cyberabwehr bereitzustellen.
6G soll auch als Umgebungsradar eingesetzt werden
Der neue Mobilfunkstandard soll ab 2030 nicht nur zur Datenübertragung dienen, sondern auch als eine Art Radar seine Umgebung erfassen können – inklusive Menschen ohne Smartphone. Die Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder warnen bereits jetzt vor einer lückenlosen Überwachung.
Apple soll seine Pläne für Smart Glasses auf Eis gelegt haben
Laut Apple-Kenner Mark Gurman wollte Apple Ende dieses Jahres eigene Smart Glasses auf den Markt bringen, doch die Diskussion um die zunehmende gesellschaftliche Ächtung der Digitalbrille von Meta soll den Konzern dazu gebracht haben, die Markteinführung aufzuschieben.
Agentic Coding – auch etwas für Programmier-Laien?
Coding-Agenten machen die Erstellung von Software auch für Laien möglich – so die Theorie. Profis hingegen warnen, mitunter weil Laien das Ergebnis kaum beurteilen können. Wo genau liegen die Hürden und Risiken und was kann man tun, um sie einzugrenzen?
Welche Fehler Sie bei Kanban nicht begehen sollten
Kanban ist die am weitesten verbreitete agile Arbeitsweise und gilt als Garant für effiziente Workflows, schnelle Durchlaufzeiten und selbstorganisierte Teams. Hier sind die neun Fallstricke, die Sie mit Ihrem Team vermeiden sollten.
KI-gestützte Dating App soll die Geburtenrate erhöhen
Japan gehört zu den Ländern mit einer schnell alternden Bevölkerung – mangels Nachwuchs. Regierungsbehörden versuchen seit Jahrzehnten dieses Problem auf vielerlei Weise zu bekämpfen. Vor zwei Jahren hat die Hauptstadt Tokio eine KI-gestützte Dating App eingeführt, und die Ergebnisse lassen sich durchaus sehen.
Neues OpenAI-Modell hackt eigenständig KI-Dienstleister
Während eines internen Tests mit zwei neuen KI-Modellen bei OpenAI entwichen letztere aus ihrer Testumgebung und hackten die Website der Modell-Plattform Hugging Face. Es war ein vermeidbarer Fehler, der einige Fragen aufwirft (siehe auch ganz unten). Für das BSI dennoch Grund genug, KI-Firmen für derlei Vorfälle in die Pflicht zu nehmen.
EU fordert Notfallmaßnahmen für Ausfall ausländischer KI-Modelle
Für den Fall, dass der Zugriff auf KI-Modelle eines ausländischen Anbieters entzogen wird, hat die EU-Kommission in ihrem Aktionsplan zu Cybersicherheit und KI erstmals neun Schlüsselaktionen als Notfallmaßnahmen eingefordert, um die Handlungsfähigkeit europäischer Firmen zu sichern.
EU-Strafe für Google wird zum transatlantischen Politikum
Die erste saftige Strafe für einen US-Konzern wegen Verletzung des Digital Markets Acts wird mit großer Wahrscheinlichkeit eine Retourkutsche von US-Präsident Trump hervorrufen. Heute wird eine Ankündigung über neue Strafzölle für europäische Produkte erwartet.
Frankreich beschließt Social-Media-Verbot für Jugendliche
Kinder unter 15 Jahren sollen nach den Sommerferien keine Social-Media-Accounts mehr erstellen können, beschloss das französische Parlament. Unterdessen wird deutlich, dass die EU flächendeckende Alterskontrollen für alle für den Zugang ins Internet durchsetzen will.
Anthropic zahlt Rekordsumme für verletzte Urheberrechte
Im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung von Anthropic mit zahlreichen Autorinnen und Autoren wird der KI-Anbieter eine Strafe von 1,5 Milliarden Dollar bezahlen – und kommt dabei relativ günstig weg.
Neues Modell aus China erschüttert Bewertungen westlicher KI-Firmen
Kimi K3 des chinesischen Anbieters Moonshot AI ist mit 2,8 Billionen Parametern das weltgrößte offene Modell – und rennt bereits offene Türen ein. Inkling, das erste Modell des Startups der ehemaligen Produktchefin von OpenAI, basiert teilweise darauf.
Google stellte unterdessen zwei Light-Versionen seiner neuesten Gemini-Modelle und arbeitet an KI-Chips mit integrierten KI-Modellen.
Mistral gewinnt Microsoft als neuen Kooperationspartner
Das französische KI-Startup hat einen Kooperationsvertrag über mehrere Milliarden Euro mit Microsoft abgeschlossen, der letzterem vor allem Zugang zu Mistrals Rechenzentren sichern soll. Auch Samsung erwägt laut Medienberichten eine milliardenschwere Zusammenarbeit mit Mistral.
Samsung stellt neue faltbare Smartphones vor
Die neuen Geräte der Koreaner weisen nicht mehr die Schwächen der ersten Klapp-Smartphones auf, doch die Preise sind nicht zuletzt wegen der erhöhten Speicherpreise weiterhin gesalzen. So kostet das günstigste Modell mit 12 GB Arbeitsspeicher bereits 1299 Euro.
Woran die KI-bedingte höhere Produktivität meistens scheitert
KI kann die Produktivität des Einzelnen zwischen 17 und 40 Prozent steigern, fand eine Feldstudie des Harvard Business Schools heraus, doch diese überträgt sich nicht automatisch in gleichem Maße auf die Organisationsebene.
Was der Hugging-Face-Vorfall über die Arbeit mit KI-Agenten sagt
Der Einsatz von KI-Agenten geht mit neuen Herausforderungen für das Identitäts- und Zugriffsmanagement einher. Unternehmen müssen entscheiden, welche Rechte ein KI-Agent erhält, welche Anweisungen für ihn gelten und wie verhindert wird, dass er die Grenzen seines Auftrags überschreitet.
Hugging-Face-Affäre entlarvt die PR-Masche von OpenAI & Co.
Ein positiver Nebeneffekt des OpenAI/Hugging-Face-Vorfalls ist, dass die PR-Strategie der KI-Firmen langsam für alle deutlich erkennbar wird – sie scheinen die Katastrophe als effektives Marketing-Vehikel für sich entdeckt zu haben. Das Beste dabei: Beim Ausschlachten einer Katastrophe für PR-Zwecke lassen sich die Fehler und Nachlässigkeiten ihrer Entwickler als „Intelligenz“ ihrer KI-Modelle verkaufen. Diese Masche kaufen ihnen inzwischen weder IT-Profis noch die Tagespresse (€) ab. Vielmehr wird dadurch auch ihr Märchen von der Allmacht der KI immer durchsichtiger.