Chatkontrolle soll künftig nur „freiwillig“ möglich sein
Die EU-Staaten haben sich darauf verständigt, auf die Einführung einer verpflichtenden Chatkontrolle zu verzichten. Stattdessen wollen sie die Betreiber von Messenger-Apps dazu verpflichten, nachzuweisen, dass ihre Plattformen nicht für Straftaten verwendet werden, indem diese „freiwillig“ die Nachrichten ihrer Nutzer anlasslos auf Hinweise durchsuchen.
Mit der Einführung von Gemini 3 mischt Google die KI-Szene auf
Gemini 3, das letzte Woche vorgestellte KI-Modell von Google gilt aktuell als das leistungsfähigste auf dem Markt, und das ist in zweierlei Hinsicht relevant:
→ Google entwickelt und betreibt seine KI mit Prozessoren aus eigener Produktion, was den Konzern zum Konkurrenten von Nvidia macht. Angeblich möchte auch Meta Prozessoren bei Google kaufen. Doch eine fallende Nvidia-Aktie könnte die KI-Blase zum Platzen bringen. Das von Donald Trump diese Woche angekündigte Projekt Genesis interpretieren einige Szenenbeobachter als erste staatliche Stützmaßnahme gegen das Platzen der KI-Blase.
→ Alles deutet darauf hin, dass KI-Chatbots die Suchmaschinen der Zukunft sein werden, und Google verteidigt nun dank Gemini 3 erfolgreich sein Monopol. Das nimmt ChatGPT & Co. reichlich Wind aus den Segeln, was ebenfalls zum Platzen der KI-Blase beitragen könnte.
EU-Parlament fordert Mindestalter für soziale Netzwerke
Für Jugendliche unter 16 sollen TikTok, Instagram & Co. nur mit Zustimmung der Eltern zugänglich sein, für Kinder unter 13 Jahren überhaupt nicht. Einer Studie der Uni Bochum zufolge ist bei jedem zweiten Social-Media-Nutzer unter 20 ein Suchtverhalten zu beobachten. Derweil wird Meta bezichtigt, eine Studie über die negativen Auswirkungen ihrer Plattformen auf die Nutzer verschwiegen zu haben.
Jeff Bezos ist jetzt Gründer und CEO eines KI-Startups
Sein Project Prometheus hat noch nicht das Licht der Öffentlichkeit gesucht, aber nach Informationen der New York Times soll es KI-Verfahren zur Produktion von Computern, Autos und Raumfahrzeugen entwickeln und ist vorerst mit 6,2 Milliarden Dollar finanziert.
Zwischen Apple und Google bahnt sich ein Konflikt an
Google hat einen Weg gefunden, den Austausch von Dateien zwischen Android- und iOS-Smartphones über Apples Airdrop-Verfahren zu ermöglichen – offenbar ohne Absprache mit Apple. Das Feature ist momentan nur in Googles neuestem Smartphone-Modellreihe (Pixel 10) verfügbar. Ein Kommentar seitens Apple steht noch aus.
Crowdstrike-Mitarbeiter bei Datenklau erwischt
Der inzwischen entlassene Cybersecurity-Mitarbeiter soll Screenshots mit Informationen über die eigenen Systeme an Hacker verkauft haben. Crowdstrike hatte letztes Jahr durch ein fehlerhaftes Update für einen weltweiten Ausfall von Windows-Computern gesorgt.
Quantenforscher überlisten Zensur-Algorithmen von Deepseek
Einem Forscherteam gelang es, die Größe des Reasoning-Modells von Deepseek um mehr als die Hälfte zu reduzieren. Der Nebeneffekt war, dass das chinesische Modell keine für die chinesische Regierung „sensible politische Themen“ mehr ausklammert.
Wie Mitarbeiter für KI-Ethik trainiert werden können
Die Einhaltung von gesetzlichen, ethischen und unternehmensspezifischen Richtlinien beim Betrieb von KI-gestützten Anwendungen ist eine Aufgabe, die einen Großteil der Belegschaft betrifft. Für das entsprechende Training gibt es bewährte Methoden.
Die rechtliche Seite der Mitarbeiterüberwachung
Technik macht Mitarbeiterüberwachung einfacher denn je – rechtlich bleibt sie heikel. Die Computerwoche hat ein FAQ zusammengestellt, das erklärt, was erlaubt ist und wo Arbeitgeber schnell eine Grenze überschreiten.
Wo kommen denn die ganzen Trolle auf Twitter her?
Bei Twitter (heute „Platform X“) zeigt eine neue Funktion die geografische Herkunft eines Kontos. Bereits jetzt ist zu sehen, dass Dienstleister in Ländern der dritten Welt dazu genutzt werden, um politische Debatten in westlichen Ländern zu beeinflussen.
Digitaler Omnibus – Bürokratieabbau auf Kosten des Datenschutzes
Der ‚Digitale Omnibus‘ (FAQ) ist ein Maßnahmenpaket, das die verschiedenen Digitalgesetze der EU harmonisieren und die Arbeit der Unternehmen vereinfachen soll. Was die Tech-Industrie ausdrücklich begrüßt, erweist sich bei näherem Hinsehen als Maßnahme, die die digitale Privatsphäre aufweicht und Tech-Konzernen den Zugang zu persönlichen Daten erleichtert.
Merz und Macron wollen mehr digitale Souveränität
Auf dem Souveränitätsgipfel in Berlin übten sich der Bundeskanzler und der französische Präsident im Formulieren guter Absichten, Europas Industrie technologisch unabhängiger zu machen, doch gleichzeitig gibt es kaum Unterstützung für Open-Source und neue US-Rechenzentren in Deutschland werden von der Politik bejubelt, während US-Anbieter Cloudwashing betreiben.
Deutsche Verbraucher lassen Glasfaseranschlüsse links liegen
Das Glasfasernetz in Deutschland wird schnell ausgebaut, doch die meisten Haushalte bleiben lieber bei ihren kupferbasierten DSL-Anschlüssen – aus Kostengründen oder weil ein Umstieg mit einem Anbieterwechsel einhergehen würde.
Nvidia trotzt dem KI-Krisengerede und verzeichnet Rekordumsätze
Um satte 62 Prozent ist der Umsatz des Prozessorherstellers im 3. Quartal gestiegen und das nächste Quartal verspricht eine weitere Steigerung. Der Aktienkurs bleibt stabil, obwohl mit Peter Thiel ein weiterer Großinvestor seine Nvidia-Aktien abgestoßen hat.
KI-generierte Beiträge mit Falschinformationen häufen sich auf Wikipedia
Offenbar lassen mehrere Wikipedia-Autoren ihre Texte von einer KI schreiben, ohne Berücksichtigung der bekannten Risiken und Nebenwirkungen. Die englischsprachige Ausgabe enthält einer Studie zufolge inzwischen zu 5 Prozent KI-generierte Texte.
Ausfall von Cloudflare legt Teile des Web lahm
Ein Fehler bei der Rechteverwaltung der Software des Cybersecurity-Dienstleisters Cloudflare war dafür verantwortlich, dass ein Großteil seines Netzwerks ausfiel und davon auch Dienste wie X oder Truth Social nicht mehr zugänglich waren.
Wo KI im Unternehmensumfeld erfolgreich eingesetzt wird
Generative KI mag zwar noch einen langen Weg vor sich haben, bis sie sich auch für kritische Aufgaben im Unternehmensumfeld durchsetzt, doch ‚konventionelle‘ KI ist längst im Unternehmen angekommen – zum Beispiel in der Produktion und im öffentlichen Personentransport.
Produzierende Unternehmen sind ein beliebtes Angriffsziel
Rund 40 Prozent aller IoT-Angriffe richten sich gegen kritische Industrien und hybride Arbeitsumgebungen, hat eine Studie des Security-Anbieters Zscaler zu Tage gebracht. Teilweise werden völlig neue Tools und Methoden verwendet. Das Fraunhofer IAO hat eine neue Blog-Reihe zum Thema Resilienz von Produktionssystemen gestartet.
KI-Diskriminierung von Bewerbern kann technisch verhindert werden
Die Vorauswahl von Bewerbungen durch eine KI-gestützte Software ist inzwischen bei größeren Unternehmen normal – trotz der Gefahr der Diskriminierung. Gegen letztere gibt es nun technische Hilfsmittel.
Was Sie über Vibe Coding wissen sollten
Vibe Coding soll die Softwareentwicklung beschleunigen und dafür sorgen, dass Entwickler sich mehr auf Ideenfindung, Flow und Ergebnisse konzentrieren können. Wie das genau gehen soll, erklärt dieser Beitrag.
Damit es ihr iPhone im Winter schön warm hat
Apple scheint nie um eine Idee verlegen zu sein wenn es darum geht, den luxus- und statusverliebten Teil seiner Kundschaft mit originellen und teuren Ideen zu beglücken. Die neueste: iPhone Pocket, eine Art Wollsocke fürs edle Teil, entworfen vom japanischen Luxusartikelhersteller Issey Miyake, für läppische 150 Euro. Und das schönste: Das Produkt ehrt nebenbei Apple-Gründer Steve Jobs.
Google investiert 5,5 Milliarden in deutsche Rechenzentren
Mit der Investition sollen die Rechenzentren in München, Frankfurt a.M. und Berlin ausgebaut sowie eine „souveräne Cloud“ für die Bundesverwaltung und die Bundeswehr aufgebaut werden.
Unterdessen wird der Konzern von der EU beschuldigt, die Seiten von Nachrichtenmedien in seinen Suchergebnisseiten systematisch auszublenden.
Baden-Württemberg macht den Weg für Palantir-Einsatz frei
Die Landtag in Stuttgart hat ein neues Polizeigesetz verabschiedet, das die Rechtsgrundlage für den Einsatz der Überwachungssoftware von Palantir liefert. Eine „Experimentierklausel“ im Gesetz gibt außerdem Palantir das Recht, vertrauliche Polizeidaten, darunter auch persönliche Daten, für das Training seiner KI zu nutzen. Diese Klausel ist auch im neuen Polizeigesetz von NRW vorgesehen.
Dänemark plant Social-Media-Verbot für Jugendliche
Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren soll der Zugang zu bestimmten sozialen Netzwerken verboten werden. Um welche Netzwerke es sich handelt, geht aus dem Gesetz vorerst nicht hervor. Der Jugendschutz in Bezug auf KI-Chatbots bleibt derweil ein ungelöstes Problem.
‚Digitaler Omnibus‘ der EU soll DSGVO und KI-Gesetz aufweichen
Die neue Digitalverordnung der EU will nach außen hin die verschiedenen Digitalgesetze der EU in Einklang bringen und vereinfachen, doch der Entwurf gibt Anlass zur Vermutung, dass damit schwere Einschnitte in Datenschutz und Privatsphäre einhergehen. Während sich im EU-Parlament und der Zivilgesellschaft der Widerstand formiert, verankern immer mehr Schweizer Kantone ein neues Grundrecht auf digitale Integrität.
Meta macht Milliarden mit betrügerischer Werbung
Einer internen Auswertung des Konzerns zufolge hat Meta letztes Jahr 16 Milliarden Dollar mit betrügerischer Werbung eingenommen, was etwa 10 Prozent des Gesamtumsatzes entspricht. Immerhin sollen die Beschwerden über solche Werbung in den letzten Jahren um mehr als 50 Prozent zurückgegangen sein.
Bundestag verabschiedet NIS2-Gesetz
Mit einer einjährigen Verspätung hat der Bundestag gestern das Gesetz zur Umsetzung der NIS2-Richtlinie der EU zur Cybersicherheit kritischer Infrastruktur verabschiedet. Das Gesetz erweitert den Kreis der betroffenen Unternehmen auf fast 30.000 und verpflichtet sie zu erweiterten Schutz- und Präventionsmaßnahmen.
GEMA gewinnt Urheberrechtsstreit gegen OpenAI
Die deutsche Musik-Verwertungsgesellschaft hatte den Betreiber von ChatGPT auf Schadenersatz verklagt, weil der KI-Chatbot den Text urheberrechtlich geschützter populärer Lieder exakt reproduzieren konnte. Da es um ein Grundsatzurteil mit großer Tragweite handelt, wird es OpenAI voraussichtlich bis zur letzten Instanz anfechten.
Google will KI mit strengem Datenschutz anbieten
Mit seinem Private AI Compute will Google ein neues Nutzungsmodell etablieren, das größere Gemini-Modelle nutzt und gleichzeitig die Privatsphäre der Nutzer schützt. Es soll sich zuschalten lassen, wenn lokale KI-Modelle wie Gemini Nano auf Endgeräten an ihre Leistungsgrenzen stoßen.
KI hat bereits 200.000 Jobs vernichtet
Eine Analyse der Cybersicherheitsfirma Surfshark auf Basis von Pressemeldungen hat ergeben, dass KI weltweit bisher 200.000 Stellen gekostet hat – die Stellen, die wegen KI nie ausgeschrieben wurden, nicht eingerechnet. Zu den am meisten betroffenen Bereichen gehören Kundenservice, Vertrieb, IT, Design und Texterstellung.
Intensive Bildschirmarbeit macht Digital Detox nötig
Bereits zwei Stunden konzentrierter Blickkontakt mit dem Bildschirm können erste Symptome wie trockene und brennende Augen, verschwommenes Sehen, Kopfschmerzen, Verspannungen und Erschöpfung verursachen. Verhindert lässt sich dies durch regelmäßige visuelle Erholung.
Aus der KI-Blase entweicht bereits Luft
Der KI-Experte und Hype-Kritiker Gary Marcus hat auf seinem Blog fünf Meldungen zusammengetragen, die Bände sprechen. Darunter:
→ Großinvestor SoftBank verkauft alle seine Nvidia-Aktien.
→ Der Wert der Schulden von Oracle wurde herabgestuft.
→ Die Aktien von Coreweave, eines Dienstleisters für KI-Training, sind innerhalb eines Monats um 40 Prozent gefallen.