EU und Bundesregierung arbeiten an Gesetzen gegen Deepfakes
Das EU-Parlament hat für ein Verbot von KI-Anwendungen und Diensten gestimmt, die sexualisierte Bilder und Videos produzieren. Auch das deutsche Justizministerium arbeitet an einem Gesetz gegen digitale Gewalt, die Justizministerin lehnt jedoch eine Klarnamenpflicht im Internet ab.
Meta und Google verlieren Verfahren um Social-Media-Sucht
Facebook, Instagram und YouTube seien bewusst so gestaltet worden, dass sie Nutzer süchtig machen, urteilten die Gerichte in zwei Verfahren in Kalifornien und New Mexico. Beide Konzerne müssen der Klägerin Entschädigung zahlen, Meta ist außerdem mit einer Geldstrafe belegt worden.
Experten warnen vor KI-Nutzung bei Jugendlichen
Einer DAK-Studie zufolge entwickeln viele Kindern emotionale Bindungen zu KI-Chatbots, etwa ein Drittel fühlt sich von der KI „besser verstanden“. Und laut einer Umfrage des Bitkom empfindet jeder vierte der befragten Erwachsenen die KI manchmal wie eine digitale Bezugsperson.
USA verbieten den Verkauf importierter WLAN-Router
Aus Gründen der nationalen Sicherheit sollen neue Router für Privatnutzer aus dem Ausland ab sofort keine Zulassung mehr bekommen. Die neue Regelung sieht vor, dass künftig die gesamte Herstellungskette, vom Design über die Chips bis hin zur Software, aus den USA stammen muss.
Private Biometriedaten sollen zur Handelsware werden
Laut Bundesregierung sollen künftig staatlich erhobene Biometriedaten von Flugpassagieren an Fluglinien weitergegeben werden, angeblich um die Wartezeit an den Kontrollen zu verkürzen. Der ehemalige Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hatte bereits 2024 gewarnt, dass eine Weitergabe dem eigentlichen Verwendungszweck widersprechen würde.
Google präsentiert sich als Technologie-Powerhouse
Zu den technologischen Neuerungen, mit denen Google diese Woche von sich reden machte, gehören eine Komprimierung der LLM-Cache auf 3 Bit ohne Genauigkeitsverlust, die Absicherung von Android-Smartphones gegen Quantencomputer und das KI-gestützte Design von Benutzeroberflächen mithilfe von Stitch.
OpenAI präsentiert sich als Rakete mit defekter Steuerung
Alle paar Monate eine neue Produktstrategie: Die Pläne, ChatGPT zu einer Anwendungsplattform auszubauen, wurden ebenso verworfen wie der Plan, mit Werbung Geld zu verdienen. Nun wird der Bildgenerator Sora eingestellt und in ChatGPT integriert, während OpenAI sich laut Wall Street Journal künftig auf Unternehmensproduktivität, APIs und Software-Entwicklung konzentrieren will. Derweil wandert die Nutzerbasis zu Anthropic ab und Google macht den Umstieg zu Gemini attraktiver.
Elon Musk träumt vom Einstieg ins Halbleitergeschäft
Mit „Terafab“ kündigte Musk die größte voll integrierte Chipfabrik der Welt in Texas an. In 2-Nanometer-Technologie sollen dort KI-Beschleuniger für Training und Inferencing hergestellt werden, aber auch Speicherchips und Solarzellen. Die Dimensionen dies Projekts sind dermaßen groß, dass die Terafab leicht ein Tera-Fail mit Ansage werden könnte.
Meta testet Neuorganisation seiner Entwicklerteams
Im Rahmen eines Pilotprojekts versucht es Meta mit kleineren, aber funktionsübergreifenden Teams und flacheren Strukturen. Die Leistungsbewertungen und Beförderungen sollen dabei von KI-Systemen unterstützt werden.
Warum viele ’sinnlose Meetings‘ nicht so sinnlos sind
Wer aus Meetings immer konkrete Entscheidungen, Maßnahmen oder zumindest Einsichten erwartet, betrachtet sie häufig als völlig sinnlos. Doch Meetings dienen meistens anderen Zwecken, die alles andere als sinnlos sind.
Ausgerechnet ‚KI-Verlierer‘ Apple verdient mit KI richtig Geld
Apple wird am Mittwoch nächster Woche 50 Jahre alt und zum Jubiläum gibt es die Tatsache zu feiern, dass der Konzern 2025 etwa 900 Millionen Dollar mit KI umgesetzt hat, nämlich aus dem Verkauf von KI-Apps im App Store. Damit wäre die jährliche Lizenzgebühr von einer Milliarde Dollar für Googles Gemini fast schon eingespielt. Apple Mitgründer Steve Wozniak ist übrigens von ChatGPT & Co. nicht sonderlich beeindruckt. Deren Erschaffer hätten die Funktionsweise des menschlichen Gehirns nicht besonders gut verstanden.
EU verschiebt Einführung strengerer KI-Regeln
Die EU-Mitgliedsstaaten haben vereinbart, die strengen Regeln für besonders risikoreiche KI-Systeme erst im Dezember 2027 in Kraft treten zu lassen. Industrieverbände hatten zuvor die Umsetzungszeit für die neuen Vorgaben als viel zu knapp beanstandet.
Bundeskriminalamt soll Lizenz zum Hacken bekommen
Einem Gesetzentwurf des Innenministeriums zufolge soll das Bundeskriminalamt künftig bei großen Gefahren für die IT-Sicherheit unter anderem Datenverkehr umleiten oder blockieren dürfen sowie Daten auf einem IT-System „erheben, löschen oder verändern“ können.
Bundesregierung will den Bau von Rechenzentren erleichtern
Das neue Strategiepapier des Digitalministeriums nimmt sich als Ziel, Deutschland zu einem führenden Standort für KI-Entwicklung und KI-Anwendungen zu machen. Mitunter sollen die Genehmigungsverfahren beschleunigt und den Kommunen die anfallende Gewerbesteuer zugestanden werden.
Jugendschutz und Social-Media-Verbote
Während die EU-Kommission an einem Gesetz arbeitet, mit dem süchtig machende Designs bekämpft werden sollen, kritisieren mehrere Elternverbände die bisherigen Konzepte für Social-Media-Verbote und sehen die persönlichen Daten der Kinder in Gefahr.
Die Bundesdatenschutzbeauftragte tritt zurück
Louisa Specht-Riemenschneider gibt ihr Amt nach nur anderthalb Jahren aus gesundheitlichen Gründen zurück und will nur so lange weitermachen, bis ein Nachfolger gefunden ist. Zuletzt hatte sie ein Verfahren gegen den Bundesnachrichtendienst verloren.
Neue Cybergefahren: KI-Browser-Plugins und Aufzüge
Microsoft warnt vor bösartigen, gefälschten KI-Assistenten-Erweiterungen, die über Browser-Marktplätze verbreitet werden und Nutzerdaten abgreifen. Und der TÜV weist darauf hin, dass viele Aufzüge nicht gegen Cybergefahren gesichert sind.
Glasspeicher sichert Daten für 10.000 Jahre
Im Rahmen seines Silica-Projekts ist es Microsoft gelungen, auf einer 12cm großen Glasscheibe 4,84 TByte an Daten zu speichern. Zugleich hat Microsoft das Speicherverfahren vereinfacht die Datenträger können nun aus kostengünstigerem Glas hergestellt werden.
Claude bekommt interaktive Diagramme und Visualisierungen
Die Grafiken ergänzen Antworten zu komplexen Fragen und werden nun nicht mehr gesondert als Artefakte angezeigt, sondern direkt im Chat-Fenster. Die angezeigten Diagramme sind im Gegensatz zu den Artefakten jedoch flüchtig, sie können sich also im Chat verändern oder ganz verschwinden.
KI-Nutzung am Arbeitsplatz kommt Unternehmen teuer
Unternehmen haben damit begonnen, den Verbrauch der von ihrer Belegschaft verwendeten Token zu tracken, um die Kontrolle über die anfallenden Kosten zu behalten. Zugleich sind die vielfach versprochenen Produktivitätsgewinne für die meisten kaum feststellbar.
KI macht Führungskräfte denkfaul
Der KI-Newsletter der Bertelsmann-Stiftung weist auf eine Studie von Confluent hin, nach der immer mehr Top-Führungskräfte dazu geneigt sind, dem Rat ihres KI-Chatbots zu folgen und die eigene Urteilskraft in Frage zu stellen. Dieses Auslagern des Denkens an die KI veranlasst jedoch auf Dauer das Gehirn, den Denkbetrieb einzustellen.
Ruhe sanft, „Metaverse“
Just zu der Zeit, als das Fraunhofer IAO seine Metaverse-Themenwochen feiert, beschließt Meta, seiner verlustreichen Metaverse-Sparte den Stecker zu ziehen und das gesparte Geld in die KI-Entwicklung zu stecken. Fairerweise muss man hinzufügen, dass das Fraunhofer IAO eher industrielle XR-Anwendungen im Sinn hat als die „sozialen“ von Facebook, doch der Begriff „Metaverse“ dürfte damit Geschichte sein.
EU-Parlament weist freiwillige Chatkontrolle in die Schranken
Das EU-Parlament hat sich deutlich gegen eine massenhafte Überwachung der Messenger-Kommunikation ausgesprochen, selbst wenn sie von den Plattformbetreibern freiwillig durchgeführt wird. Das Scannen soll sich auf begründete Verdachtsfälle beschränken. Nun stehen Verhandlungen mit der EU-Kommission an.
Britisches Parlament spricht sich gegen Social-Media-Verbot aus
Eine Initiative des britischen Oberhauses (House of Lords), ein Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren einzuführen, wurde im Unterhaus deutlich abgelehnt. Unterdessen führt Indonesien als erstes asiatisches Land ein Verbot ab Ende März ein.
Berlin führt KI-Videoüberwachung am Abgeordnetenhaus ein
Auch am Roten Rathaus und an der Senatsverwaltung sollen Kameras das Geschehen auf der Straße aufnehmen und das Verhalten der Menschen KI-gestützt auswerten – zum Leidwesen einiger Abgeordneter, die sich wie Versuchskaninchen vorkommen. Der Widerstand gegen solche Maßnahmen nimmt derweil Gestalt an.
Anthropic verklagt US-Regierung
Der KI-Hersteller zieht vor allem gegen die Begründung seines Rauswurfs aus allen US-Behörden vor Gericht, nämlich dass seine KI Claude ein Sicherheitsrisiko sei. Der Pentagon-Deal von OpenAI zieht derweil weiter Kreise. Nach der massenhaften Kündigung von ChatGPT-Accounts durch die Nutzer verlässt auch die Robotics-Chefin von OpenAI unter Protest das Unternehmen.
Computerkauf nur noch gegen Registrierung?
Der Finanzjournalist und Blogger Norbert Häring wurde von Lesern auf die Praxis von MediaMarktSaturn aufmerksam gemacht, nach der der Retailer beim Verkauf eines Computers die Registrierung der Personalien des Käufers verlangt. Laut Konzern dient die Maßnahme der Betrugs- und Missbrauchsprävention.
Wie KI im Krieg gegen Iran eingesetzt wird
KI spielt im Krieg gegen Iran vor allem bei der Identifizierung von Zielen eine wesentliche Rolle. Gleichzeitig verkürzt sie Entscheidungswege und erhöht die Fehlertoleranz. Ob ein solcher Fehler auch beim Angriff auf eine iranische Grundschule, dem mehr als 100 Kinder zum Opfer fielen, auch im Spiel war (und wie genau) hat eine KI-Forscherin untersucht.
Microsoft stellt Verwaltungsplattform für KI-Agenten vor
Im neuen Release von Microsoft 365 (E7) baut Microsoft die KI-Funktionalität seines Copilot massiv aus und führt eine Multi-Modell-Strategie ein, bei der Copilot automatisch zwischen verschiedenen KI-Modellen wählt. Mit im Paket sind auch eine Variante von Anthropic Claude Cowork sowie Agent 365, eine zentrale Verwaltungsplattform für KI-Agenten.
Apples Billig-Notebook Neo könnte ein Game-Changer werden
Ein Mac-Notebook im Alu-Gehäuse für 699 Euro – kann das gut gehen? Der Spiegel hat den neuen PC getestet und kommt zum Schluss, dass Neo der wichtigste Apple-Rechner seit dem iMac werden könnte.
Was KI in der Software-Entwicklung leisten kann – und was nicht
KI-Tools machen Developer produktiver, zumindest was den Output von Code betrifft. Doch die Produktivitätssteigerung auf der individuellen Ebene nutzt Unternehmen nicht viel, solange sie ihre Entwicklungsprozesse nicht neu justieren.
Massenentlassungen bei Oracle betreffen auch Entwickler
Medienberichten und Analysten zufolge will Oracle weltweit 30.000 Stellen abbauen, um den Bau seiner KI-Rechenzentren zu finanzieren. Betroffen sind auch Entwickler, deren Arbeit nun KI-Tools übernehmen sollen. Unterdessen hat Amazon gerade mit Ausfällen zu kämpfen, die scheinbar KI-erzeugter Code verursacht haben soll.
Facebook krallt sich Moltbook – und eine „Datenschützerin“
Während auf Facebook (angeblich) nur Menschen kommunizieren, wurde Moltbook als Plattform entwickelt, auf der (angeblich) nur KI-Agenten sich untereinander austauschen. Nun hat Meta Moltbook gekauft, um zu erkunden, „wie KI-Agenten für Menschen und Unternehmen aktiv sein können“. Gleichzeitig wechselt die ehemalige Datenschutzbeauftragte von Irland zu einer Anwaltskanzlei, die Meta in Verfahren gegen ihre Behörde vertreten hat. In ihrer früheren Rolle war sie nicht gerade durch Härte gegenüber Meta aufgefallen.