Telekom und SAP sollen öffentliche KI-Infrastruktur aufbauen
Das Konsortium rund um Google zog seine Beschwerde zurück und das Digitalministerium konnte seinen Auftrag in Höhe von 250 Millionen Euro an das Konsortium vergeben, das bis dahin als Favorit galt. Die KI-Cloud soll „das Rückgrat einer souveränen, digitalen und KI-fähigen Verwaltung in Deutschland“ werden.
Digitalministerkonferenz nimmt Kurs auf ‚digital only‘
Nicht ob, sondern bis wann Verwaltungsbehörden nur noch rein digitale Prozesse anbieten und papiergebundene abschaffen, ist die Frage, mit der sich Bundesdigitalminister Wildberger und seine Kollegen aus den Ländern beschäftigen. Auf dem Weg dorthin müsse auch der Datenschutz KI-gerecht reformiert werden.
Betreiber von Website-Chatbots haften für Falschinformationen
Das Oberlandesgericht Hamm bezieht sich auf den Chatbot einer Schönheitsklinik, der eine Reihe von Facharzt-Bezeichnungen halluziniert hatte, etwa „Fachärzte für ästhetische Medizin“. Verbraucherschützer hatten die Klinik auf Unterlassung verklagt und nun gewonnen.
Anthropic stellt operative Gewinne in Aussicht
Das KI-Unternehmen scheint OpenAI hinter sich gelassen zu haben und erwartet nach Informationen des Wall Street Journal im zweiten Quartal einen Umsatz von 10,9 Milliarden Dollar und einen operativen Gewinn von 559 Millionen. Unterdessen informierte Anthropic die Bankenaufsicht über neue Risiken in Zusammenhang mit seiner Software.
Hacker erbeuten 100.000 Patientendatensätze
Bereits Mitte April fand ein Cyberangriff auf den externen Dienstleister zahlreicher deutscher Kliniken statt, bei dem Zehntausende Patientendaten abgegriffen wurden. Betroffen sind mitunter die Unikliniken von Köln, Freiburg, Ulm, Heidelberg und Tübingen.
Frankreichs Verwaltung nimmt Kurs auf Open Source
Die für Digitalisierung zuständige Behörde gab bekannt, dass Windows-Systeme durch Linux ersetzt werden. Mittelfristig soll die Abhängigkeit von Software nichteuropäischer Anbieter drastisch gesenkt werden. Eine Studie der Zürcher Stadtverwaltung kam derweil zum Schluss, dass OpenDesk derzeit noch keine vollwertige Alternative zu Microsoft 365 sein kann.
Selbstkopierende KI: Nicht so gefährlich wie vermutet?
In einem Experiment konnten KI-Modelle von Anthropic Schwachstellen an einem Rechner identifizieren und diese nutzen, um sich selbst darauf zu kopieren. Sicherheitsforscher geben aber zu bedenken, dass Testergebnisse in kontrollierten Umgebungen oft dramatischer ausfielen als in der Realität möglich.
Was taugt die neue Version von Amazons Alexa?
Ein Redakteur der ZEIT und Nutzer der bisherigen Version hat Alexa+ getestet und findet, dass die KI-gestützte Version viel besser ist. Doch sein Fazit über die Fähigkeiten von Alexa+ würde der bayerische Kabarettist Gerhard Polt etwa so ausdrücken: „Braucht’s des?“
Die Nutzung von Schatten-KI wächst, trotz Governance
Unternehmen versuchen, die Nutzung unerlaubter KI-Dienste meist durch mehr Regeln, mehr Kontrolle und mehr Restriktionen zu unterbinden. Das ist nicht besonders wirksam solange den Mitarbeitern die Gründe nicht im Detail erklärt werden. Es ist ein neues Narrativ nötig.
KI-Halluzinationen bauen ein fiktives Paralleluniversum auf
Das Vertrauen in den Output von KI-Chatbots verleitet auch namhafte Beraterfirmen wie EY (Ernst&Young) dazu, ihre Berichte mit fiktiven Quellen zu füllen. Der Bericht wurde von EY inzwischen zurückgezogen, doch die Forensiker von GPTzero weisen darauf hin, dass die falschen Fakten des Berichts längst von Medien zitiert wurden und weiterhin in Umlauf sind.
Elon Musks Klage gegen OpenAI endet mit einem Nicht-Urteil
Der Tesla-Gründer wollte Schadenersatz und eine Rückführung von OpenAI in die Gemeinnützigkeit erreichen, doch es gab kein Urteil zur Sache. Stattdessen wurde die Klage wegen eines Verfahrensfehlers abgewiesen – die Klageschrift wurde nicht fristgerecht eingereicht. Die Investoren von OpenAI können endlich aufatmen.
EU-Kommission will Ausweispflicht für Social Media durchsetzen
Kommissionschefin Ursula von der Leyen ist davon überzeugt, dass ein Social-Media-Verbot für Minderjährige, das über Alterskontrollen durchgesetzt wird, unbedingt nötig ist. Der wissenschaftliche Dienst des EU-Parlaments kam unterdessen zum Schluss, dass ein Social-Media-Verbot nur durch eine Abschaffung der Anonymität durchsetzbar ist.
TikTok und Meta wegen ’süchtig machender Designpraktiken‘ am Pranger
Die EU-Kommission will gegen die Betreiber von TikTok, Instagram und Facebook vorgehen, weil deren Geschäftsmodelle die Aufmerksamkeit der Kinder als Ware behandelt, um Geld zu verdienen.
Kaum Besserung bei der Glasfaserversorgung in Deutschland
Laut dem Telekommunikationsverband VATM gehört Deutschlands Mobilfunknetz mittlerweile zu den besten in Europa, doch beim Festnetz dominieren nach wie vor die auf Kupferleitungen basierenden DSL-Anschlüsse – und das wird wohl in absehbarer Zeit so bleiben.
Petition will Digitalzwang verhindern
Das Recht auf analoges Leben soll nach dem Wunsch der Initiatoren einer Petition des Vereins Digitalcourage im Grundgesetz verankert werden, weil der ausufernde Digitalzwang der Demokratie schade.
Erneute Kooperation zwischen Apple und Intel
Gerüchte darüber hatten vergangene Woche Intels Aktienkurs um 10 Prozent aufgewertet, nun verdichten sich die Hinweise, dass da was dran ist. Demnach will Apple Intel als Alternative zu TSMC aufbauen, um die Verfügbarkeit seiner Prozessorchips zu sichern. Medienberichten zufolge ist bereits die Produktion von Kleinserien testweise angelaufen.
Erfolg von Apples Neo motiviert Google zu neuer Notebook-Serie
Die neuen Googlebooks sollen mit einem Betriebssystem laufen, das aus einer Verschmelzung von Android mit Chrome OS hervorgehen soll. Außerdem stellte Google eine neue AndroidVersion vor, die eine engere Integration von Instagram vorsieht und bessere Sicherheit verspricht.
Agenten-Autonomie und ihr Preis
Während SAP diese Woche ihr Autonomous Enterprise vorstellte, in dem KI-Agenten die bisherige Arbeit von Sachbearbeitern übernehmen, machen Meldungen über Fehlleistungen von KI-Agenten die Runde. Zum Beispiel vom KI-Agenten einer Software-Firma, der die gesamte Produktionsdatenbank und alle aktuellen Backups löschte. Oder von KI-Agenten, die ein Café oder einen Radiosender leiten sollten. Dennoch würden drei von zehn Arbeitenden laut einer Umfrage des Bitkom den Job ihres Vorgesetzten lieber an eine KI übertragen.
Signal will besser gegen Phishing vorsorgen
Nachdem einige Bundestagsabgeordnete Phishing-Angriffen zum Opfer fielen, hat die Betreiberfirma des Messengers Signal Änderungen angekündigt. Zunächst soll das Annehmen neuer, unbekannter Kontakte nicht mehr mit einem einzigen Klick möglich sein.
KI soll Arbeitende in der Fertigung entlasten
KI-Agenten sollen Menschen in der Produktion ergänzen, aber nicht ersetzen. Agentenbasierte KI soll dabei autonome digitale Mitarbeiter schaffen, die ihre Umgebung wahrnehmen, analysieren und – unter Aufsicht der Arbeitenden – eigenständig Maßnahmen ergreifen.
KI-bedingte Entlassungswelle rollt weiter
Die Technologiebranche spielt weiterhin die Vorreiterrolle bei diesem Trend. Diesmal will Cisco fünf Prozent seiner Belegschaft (ca. 4.000 Stellen) abbauen, während Amazon seinen Personalabbau nun auf weitere Abteilungen ausgedehnt hat. In Deutschland will die Commerzbank 3.000 Jobs durch KI ersetzen und das Digitalministerium plant den Einsatz von KI-Agenten in der Verwaltung.
Donald Trump setzt sich ein Denkmal mit eigenem Smartphone
Während US-Bürger unter den steigenden Lebenshaltungskosten ächzen und der Benzinpreis sich wegen des Iran-Kriegs in den letzten fünf Monaten fast verdoppelt hat, kommt nach langem Warten endlich das goldfarbene Trump Phone auf dem Markt. Vielleicht sorgt es für etwas mehr Optimismus bei den 70 Prozent der US-Bürger, die für nächstes Jahr eine Rezession erwarten.
Ringen um KI-Regulierung in der EU und in USA
Das KI-Gesetz der EU (AI Act) ist längst in Kraft, doch dessen Anwendung auf Hochrisiko-Systeme wurde noch nicht im Detail konkretisiert. Nun versuchen Lobbygruppen über den EU-Rat, die EU-Kommission und das EU-Parlament, das Gesetz durch Ausnahmeregelungen aufzuweichen. Die Gespräche zwischen den drei Gremien sind Medienberichten zufolge vorerst gescheitert. Unterdessen soll es in den USA Erwägungen geben, von einer absoluten Nichtregulierung von KI abzusehen und Kontrollverfahren für KI-Produkte wie das noch nicht veröffentlichte „Mythos“ von Anthropic einzuführen.
Google stoppt Vergabe der Behörden-Cloud per Einverfahren
Den Zuschlag für den Aufbau einer Cloud für die deutschen Verwaltungsorgane sollten eigentlich SAP und die Deutsche Telekom bekommen, doch in letzter Minute hat ein Konsortium um Google Beschwerde eingelegt. Google und seine Partner sehen nicht ein, dass deren Bewerbung wegen eines angeblichen Formfehlers nicht in die engere Wahl kam.
Google wird Lieferant des US-Verteidigungsministeriums
Trotz des lautstarken Protests von Hunderten seiner Mitarbeiter hat Google offenbar einen Kooperationsvertrag mit dem Pentagon abgeschlossen. Google ist dabei nur eines von vielen Silicon-Valley-Unternehmen, denen die aktuelle Kriegslust der USA neue Umsatzquellen erschließt. Auch Palantir, dessen Software maßgeblich bei der Identifizierung von Zielen eingesetzt wird, konnte seinen Umsatz fast verdoppeln.
Elon Musk liefert RZ-Kapazitäten an Anthropic
Die Zusammenarbeit zwischen SpaceX und Anthropic sieht vor, dass erstere die gesamte Kapazität eines Rechenzentrums mit 220.000 Nvidia-KI-Prozessoren Anthropic zur Verfügung stellen wird. Die Integration von xAI in SpaceX und die Zusammenarbeit mit dem Rivalen Anthropic könnte auf eine neue KI-Strategie bei Elon Musk hindeuten. Unabhängig davon versucht Musk mit einem Gerichtsverfahren gegen OpenAI letztere zurück in die Gemeinnützigkeit zu zwingen und eine Milliardenentschädigung für sich herauszuschlagen.
EU ermittelt gegen Meta wegen fehlenden Jugendschutzes
Nach Meinung der EU-Kommission genügen die Jugendschutzmaßnahmen von Facebook und Instagram nicht EU-Gesetzen, weil sie das in ihren Nutzungsbedingungen festgelegte Mindestalter von 13 Jahren nicht konsequent überprüfen und durchsetzen. Unterdessen arbeitet Meta an einer neuen KI-gestützten Software zur Altersverifizierung, die weiter reicht als alle bisher bekannten Verfahren.
Einheitliches Ladekabel jetzt auch für Laptops
Für Smartphones und E-Reader ist es längst Pflicht, ab sofort müssen auch neue Laptops über den USB-C-Anschluss geladen werden können. Laut EU haben die bisher unterschiedlichen Ladegeräte für 11.000 Tonnen Elektroschrott jährlich gesorgt.
Apple Neo wird ein unverhoffter Verkaufsschlager
Das neue Notebook von Apple ist nicht besonders großzügig ausgestattet, aber mit Preisen ab 599 Euro für Apple-Verhältnisse sehr günstig. Das bescherte Apple nun ein Rekordquartal und eine Verdoppelung der Produktionskapazitäten.
KI in der Fertigung braucht neue Sicherheitskonzepte
Die zu erwartenden Vorteile in Bezug auf Effizienz, Produktivität, Wissensaustausch und Kostensenkungen durch den Einsatz von KI sind sehr groß, doch intelligente Fabriken brauchen eine ebenso intelligente Sicherheitsarchitektur – und die fehlt meistens noch.
Google meint es ernst mit dem ‚persönlichen‘ Assistenten
Googles Gemini kann jetzt mehr Details über den Nutzer abspeichern und diese in künftige Interaktionen nutzen, um die Ergebnisse zu verbessern. Unter dem Codenamen „Remy“ soll Google außerdem an einem OpenClaw-ähnlichen Agenten arbeiten, der eigenständig Aufgaben erledigen soll.
KI-Nutzung steigt, der Widerstand gegen KI am Arbeitsplatz auch
Laut einer Umfrage des Bitkom nutzt jeder Dritte KI mindestens einmal pro Woche. Die meisten stehen positiv gegenüber KI, doch 24 Prozent haben Angst, durch KI zu verdummen, und jeder Zweite lehnt KI am Arbeitsplatz ab. Laut dem US-Medium The Verge ist die ablehnende Haltung bei Studenten und jüngeren Arbeitnehmern besonders stark ausgeprägt ($). Einer US-Studie zufolge sabotieren 44 Prozent der befragten Arbeitnehmer der Generation Z aktiv die KI-Strategie ihres Arbeitgebers.
Spotify will künftig menschengemachte Musik kennzeichnen
Der „AI Slop“ (KI-Matsch) hat längst auch Streaming-Dienste wie Spotify und YouTube erfasst. Nun will Spotify Musik, die von echten Künstlern statt von Maschinen stammt, mit einem grünen Häkchen kennzeichnen. Im Gegenzug ist der KI-DJ von Spotify nun auch auf Deutsch verfügbar.