Ausweispflicht für Social Media rückt näher
Nachdem die EU-Kommission angekündigt hat, ein Social-Media-Verbot für Jugendliche zu prüfen, hat die SPD ein Impulspapier vorgestellt, das Altersnachweise für die Nutzung von sozialen Netzwerken fordert. Unterdessen musste sich diese Woche in den USA Facebook-Chef Mark Zuckerberg vor Gericht zu den Vorwürfen über Social-Media-Sucht äußern.
Gesundheitsministerin will die Daten aller Versicherten verknüpfen
Die Digitalisierungsstrategie des Gesundheitsministeriums sieht den Aufbau einer umfassenden Infrastruktur zur Verwaltung von Gesundheitsdaten vor, lässt jedoch Zweifel über den effektiven Schutz der Patientenrechte aufkommen. Auch die geplante Nutzung von KI wirft Fragen auf.
US-Verteidigungsminister will KI ohne moralische Schranken nutzen
Pete Hegseth ist im Clinch mit seinem KI-Lieferanten Anthropic, weil letzterer auf Beschränkungen bei der Nutzung seiner Modelle durch das US-Militär besteht. Laut Medienberichten will das Pentagon keine KI-Modelle nutzen, „die es nicht erlauben, Kriege zu führen“.
Perplexity will künftig auf Werbung verzichten
Der KI-Anbieter schafft die Anzeigen in seinem Chatbot wieder ab, weil sie nach Angaben des Unternehmens das Vertrauen in die KI untergraben. Und das, obwohl die Anzeigen gekennzeichnet waren und laut Perplexity keinen Einfluss auf die Antworten des Chatbots hatten.
Neue Video-KI von Bytedance entfacht Streit um Urheberrechte
Die neue Version von Seedance produziert hyperrealistische Videosequenzen mit Stars wie Brad Pitt oder mit Charakteren aus Filmen, die urheberrechtlich geschützt sind. Nach Beschwerden von Hollywood-Konzernen wie Disney versprach Bytedance Maßnahmen zu treffen, die das unterbinden.
OpenClaw-Entwickler arbeitet jetzt für OpenAI
Peter Steinberger, der österreichische Entwickler, der den populären KI-Agenten OpenClaw in die Welt setzte, wurde von OpenAI angestellt. Er soll dort die Entwicklung die nächste Generation persönlicher Agenten vorantreiben. Unterdessen ist OpenClaw auch in China ein Hit und viele Techkonzerne integrieren ihn in ihre Systeme.
Lenovo bringt Laptop mit erweiterbarem Bildschirm
Das ThinkBook Plus Gen 6 Rollable ist das erste Laptop auf dem Markt, das seinen Bildschirm nach oben erweitern kann – von 14 auf 16,7 Zoll. Lenovo will demnächst auch Geräte mit horizontal erweiterbarem Bildschirm auf den Markt bringen.
Was der Verbreitung von Quantencomputern noch im Weg steht
Quantencomputing wird eine große Zukunft vorausgesagt, doch bis zur breiten Nutzung dieser Technologie braucht es noch einige Jahre. Schuld daran ist nicht nur die Verfügbarkeit der Hardware und die hohen Kosten, sondern auch eine Reihe anderer Faktoren.
Warum generative KI nicht einfach nur ein Werkzeug ist
Der Verlust von eigenen kognitiven Fähigkeiten bei intensiver Nutzung von KI ist ein Thema, das aktiv bekämpft werden muss, schreibt eine Fraunhofer-Mitarbeiterin uber die eigenen Erfahrungen. Hierfür sollte man differenzieren, welche Aufgaben man an die KI auslagert und wie man KI nutzt, um das eigene Urteilsvermögen zu schärfen.
KI und Inklusion: Wie passt das zusammen?
Diskriminierung ist beim Einsatz von KI leider immer noch ein großes Thema. Deren Bekämpfung kann nur über ein methodisches Vorgehen gelingen, welches das Thema Inklusion bereits bei der Implementation von KI-Systemen berücksichtigt.
PR-Arbeit und Investor Relations in Zeiten von KI
KI-Schwergewichte wie OpenAI oder Anthropic brauchen den Glauben der Anleger in die Fähigkeiten ihrer Produkte, um sie dazu zu bringen, ihre ehrgeizigen Pläne zu finanzieren. Wie das auf eine kreative Weise gelingen kann, haben beide in den letzten Wochen demonstriert. Nach einer Reihe aufsehenerregender Berichte über das KI-Modell von Anthropic erreichte der Blogpost eines Anthropic-Entwicklers mit dem Titel „Something Big Is Happening“, der das Blaue vom KI-Himmel verspricht, in kürzester Zeit 50 Millionen Views. Diese Woche sicherte sich Anthropic eine Finanzierungsrunde von 30 Milliarden Dollar. Auch OpenAI braucht Geld, nachdem Nvidia neulich ihr 100-Milliarden-Investment auf 30 Milliarden herunterskaliert hat. Deren Chef Sam Altman forderte diese Woche unbedingt eine weltweite Regulierung der KI, weil sie ja in einigen Jahren so mächtig sein wird …
Neues KI-Gesetz von Bundesregierung vorgestellt
Das Gesetz zur Implementation der KI-Verordnung der EU (AI Act) ist als Entwurf in den Bundestag eingebracht worden. Dem Gesetz zufolge soll die Bundesnetzagentur die zentrale Aufsicht über KI-Anwendungen übernehmen und hierfür mit 43 neuen Stellen aufgestockt werden.
EU-Kommission glaubt, dass nur TikTok süchtig macht
Die EU-Kommission ermittelt gegen TikTok wegen süchtig machender Designmerkmale in ihrer App und nennt dabei Features wie Infinite Scroll und Autoplay. Pikanterweise läuft derzeit in den USA ein Prozess gegen praktisch alle großen Social Media Plattformen mit ähnlichen Vorwürfen, in dem auch die Chefs von Facebook, Instagram und YouTube vorgeladen wurden.
‚Freiwillige‘ Chatkontrolle für zwei Jahre verlängert
Die Ausnahmeregelung, nach der Messenger-Dienste die Kommunikation ihrer Nutzer scannen dürfen bzw. sollen, wurde zum zweiten Mal für zwei Jahre verlängert. Unterdessen weisen die Internet-Betreiber darauf hin, dass das kommende Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung einen mehrmonatigen Speicherzwang bedeuten würde und daher rechtswidrig ist.
Reicht der Strom für den Bau neuer Rechenzentren?
Im Rhein/Main-Gebiet, dem Bundesland mit den meisten Rechenzentren, wird die Stromversorgung zunehmend zum Problem. Betreiber wie NTT Global befürchten, dass der Bau neuer Rechenzentren an vielen Standorten bis 2035 oder 2040 nicht möglich sein wird.
Palantir klagt gegen Enthüllungen eines Schweizer Magazins
Das Schweizer Magazin Republik hatte herausgefunden, dass der Einsatz der Palantir-Software in staatlichen Institutionen de Schweiz von Experten als nicht sicher eingestuft und deshalb abgelehnt wurde. Gegen diese Enthüllungen hat Palantir nun geklagt. Unterdessen steht in Sachsen-Anhalt ein Gesetz, das den Einsatz solcher Software erlauben würde, vor der Verabschiedung.
Neues KI-Modell von Anthropic löst erneut Börsenschock aus
Claude Opus 4.6 soll umfangreiche Finanzanalysen durchführen können, und zwar so gut, dass es die Aktienkurse vieler Finanzfirmen auf Talfahrt schickte. Ein Nebeneffekt seiner ausgeprägten Analysefähigkeiten war außerdem, dass es 500 bisher nicht bekannte 500 IT-Sicherheitslücken entdecken konnte.
Autonome Fahrzeuge werden noch lange auf sich warten lassen
Selbstfahrende Taxis sind in vielen Städten der USA längst nicht außergewöhnliches mehr, doch inzwischen ist auch bekannt, dass deren Fahrten oft im Hintergrund durch menschliche Arbeitskräfte in Billiglohnländern abgesichert werden – und das wird wohl eine ganze Weile so weitergehen.
Wie Unternehmen die KI-Transformation gestalten
KI wird inzwischen in fast allen Unternehmen eingesetzt, doch momentan ist es eher noch ein vorsichtiges Herantasten an einen neuen Betriebsmodus. Deshalb ist auch die Skalierung der KI-Aktivitäten selten eine Frage der Technik, sagt eine neue Studie von HTEC.
Fünf Tipps für ein konzentrierteres Arbeiten
Konzentration ist im Zeitalter der Dauerverfügbarkeit und der ständigen Benachrichtigungen zur Mangelware geworden. Das Fraunhofer IAO hat fünf niederschwellige Tipps aus der Praxis zusammengetragen, die große Wirkung entfalten können.
Laterale Führung – Mitarbeiterführung auf Augenhöhe
Laterale Führung bezeichnet einen Führungsstil, der auf klassische, disziplinarisch geprägte Führungsinstrumente verzichtet. Eingesetzt werden stattdessen Elemente wie Motivation, Fachkompetenz, aktives Zuhören und Überzeugungskraft.
Plattform vermittelt menschliche Arbeitskräfte an KI-Bots
Auf rentahuman.ai können Sie sich als Laufbursche für KI-Agenten bewerben. Die Plattform vermittelt menschliche Arbeitskräfte an KI-Agenten, deren Aufträge physisch ausgeführte Arbeiten beinhalten. Rentahuman.ai gewinnt schnell an Popularität und ein ARD-Mitarbeiter hat testweise einen Auftrag ausgeführt, bei dem er Passanteninterviews in Sachen KI durchführen musste – und verdiente dabei 200 Euro.
Telekom startet ‚erste deutsche KI-Fabrik‘
Im Münchner Englischen Garten hat die Telekom hat ihre KI-Fabrik für die Industrial AI Cloud in Betrieb genommen. Rund 10.000 Nvidia-Blackwell-GPUs produzieren eine Rechenleistung von bis zu 0,5 Exaflops, die deutschen Industrieunternehmen für deren KI-Anwendungen zur Verfügung stehen.
KI-Schwergewichte im Investitionsrausch
Googles Muttergesellschaft Alphabet hat angekündigt, im laufenden Jahr bis zu 185 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur zu stecken – doppelt so viel wie ursprünglich angepeilt. Auch Facebook-Konzern Meta verdoppelt sein ursprüngliches Budget auf bis zu 135 Milliarden. Und Oracle will 30.000 Angestellte entlassen, um über die Ersparnisse einen Teil seiner Investitionen in Höhe von 50 Milliarden Dollar zu decken.
Elon Musk fusioniert xAI mit SpaceX
Vereint sollen die KI-Firma und das Raumfahrtunternehmen mitunter Rechenzentren im All bauen, doch vordergründig geht es auch darum, die Gewinne von SpaceX für die Finanzierung der Wachstumspläne von xAI unbürokratisch nutzen zu können.
Social-Media-Verbote könnten zur Ausweispflicht fürs Internet führen
Die Einführung von Alterskontrollen in immer mehr Ländern der EU (zuletzt in Spanien) kann zur Folge haben, dass für weite Teile des Internets eine Ausweispflicht nötig wird. Während Experten davor warnen, sieht ein neuer Vorschlag der EU-Kommission eine Verpflichtung zu Alterskontrollen bei „interpersonellen Kommunikationsdiensten“ vor.
Thüringen will Verhaltensscanner im neuen Polizeigesetz verankern
Der thüringische Innenminister befürchtet, sein Bundesland könnte „eine Insel für Kriminelle“ werden, wenn es als einziges auf dieses Werkzeug verzichten würde. Zugleich stellte er klar, dass er keine Software des US-Herstellers Palantir einsetzen möchte.
OpenAI bringt neue KI-Agenten für den Unternehmenseinsatz
Die Agenten der Frontier-Serie sollen Zugriff auf Business-Anwendungen wie ERP oder CRM erhalten und Aufgaben übernehmen, die sonst Menschen erledigen. Frontier basiert auf offene Standards und Unternehmen sollen die Möglichkeit bekommen, eigene Agenten zu entwickeln.
Finnisches Startup entwickelt KI-Software für Quantencomputer
Qutwo nennt sich das Startup eines erfolgreichen finnischen KI-Entrepreneurs und eines Mitgründers des deutschen Quantencomputing-Startups IQM. Dessen Ziel ist eine Betriebssoftware zu entwickeln, die eine Brücke zwischen traditioneller Business-Software, KI und Quantencomputing baut.
Anthropics neues Plug-in vereinfacht juristische Arbeit
Schlicht „Legal“ heißt das Plugin für Anthropics digitalen Assistenten Claude Cowork, das auf juristische Arbeiten spezialisiert ist. Erste Tests waren so überzeugend, dass sie die Aktien von Spezialherstellern für juristische Software auf Talfahrt schickten.
Acht Erkenntnisse aus der Back-to-Office-Diskussion
Mitarbeiter fünf Tage die Woche zurück ins Büro zu holen, ist gerade im Trend. Doch die Vorteile, die sich Unternehmen dadurch erhoffen, stellen sich nicht automatisch durch die Anwesenheitspflicht ein. Arbeitgeber müssen dazu Arbeitsinhalt, Arbeitszeit und Arbeitsort gezielt neu aufeinander abstimmen.
Introvertierte Menschen werden gerne unterschätzt
Angestellte, die dazu neigen, sich ohne viel Aufhebens auf ihre Arbeit zu konzentrieren, haben es in der heutigen Arbeitswelt häufig schwer. Die Gefahr für Unternehmen besteht darin, das Potenzial vieler dieser Menschen links liegen zu lassen.
Moltbook – eine Art Reddit für KI-Agenten
Haben KI-Bots endlich ihr eigenes soziales Netzwerk verdient? Matt Schlicht, CEO des kalifornischen KI-Unternehmens Octane.ai, mag dieser Meinung gewesen sein als er Moltbook in die Welt setzte. Im Reddit-ähnlichen Diskussionsforum kommen nur KI-Agenten zu Wort, wir Menschen dürfen nur mitlesen. Zumindest noch. Es gibt unter den vielen Beiträgen auch den Vorschlag, eine Geheimsprache zu entwickeln, damit man sich als Bot in aller Ruhe unter seinesgleichen austauschen kann.