EU-Kommission bringt App zur Altersverifizierung
Um nationalen Alleingängen und Wildwuchs zuvorzukommen, hat die EU-Kommission eine europäische App zur Altersverifizierung entwickeln lassen. Damit ließen sich in der Praxis auch Social-Media-Verbote für Jugendliche durchsetzen. Experten stellen die Sinnhaftigkeit einer solchen App in Zweifel und kritisieren ihren Umgang mit persönlichen Daten.
Bundesnetzagentur führt Minderungsrecht für Mobilfunk ein
Die Bundesnetzagentur veröffentlichte ein Regelwerk, mit dem Verbraucher bei schlechter Netzabdeckung eine Preissenkung oder eine Sonderkündigung bei ihren Providern geltend machen können. Hierfür schrieb die Behörde Schwellen fest, von denen an der Minderungsanspruch greift.
Amazon macht Starlink Konkurrenz
Durch die Übernahme von Globalstar, eines US-Anbieters für Satellitenkommunikation, baut Amazon sein eigenes Satellitennetzwerk aus und wird zu einem ernsthaften Konkurrenten für Starlink. Das gemeinsame Netz soll Verbrauchern und Unternehmen „lückenlose Konnektivität“ über Satellit bieten.
Hohes Misstrauen gegenüber chinesischen und US-Unternehmen
Laut einer europaweiten Umfrage des US-Magazins Politico trauen 84 Prozent der Befragten US-Unternehmen keinen verantwortungsvollen Umgang mit ihren persönlichen Daten zu. Gegenüber chinesischen Unternehmen liegt das Misstrauen sogar bei 93 Prozent. Unterdessen werden auch die „souveränen Clouds“ der US-Hyperscaler in der Presse kritisch betrachtet.
Molotov-Cocktail und Schüsse auf das Haus von Sam Altman
Nach einem sehr ausführlichen, aber wenig schmeichelhaften Portrait des CEO von OpenAI im US-Magazin New Yorker wurde dessen Haus Ziel zweier Angriffe. Einer der mutmaßlichen Täter wurde festgenommen und soll Verbindungen zu einer KI-kritischen Organisation haben.
DeepL bringt Voice-to-Voice Simultanübersetzung
Das deutsche KI-Startup, dessen Übersetzungstool inzwischen international genutzt wird, hat eine Voice-to-Voice Simultanübersetzung vorgestellt, die in Plattformen wie Teams oder Zoom integrierbar sein soll.
Anthropic stellt Claude-Erweiterung für Word vor
Die Erweiterung ermöglicht unter anderem die Analyse von Text und Kommentaren, Bearbeitung und Korrektur, semantische Navigation sowie die automatische Befüllung von Vorlagen mit Inhalten. Es ist die dritte Erweiterung für Office nach Excel und PowerPoint.
EU-Forschung: Social Media ohne Suchtgefahr ist möglich
Die EU sollte in ihrem Streben nach digitaler Souveränität neue Geschäftsmodelle im digitalen Raum entwickeln, die besser mit der Demokratie vereinbar sind, fordert eine neue Studie der Forschungsstelle der EU-Kommission. Heutige Geschäftsmodelle begünstigen Inhalte, die negativ, emotional und konfliktgeladen sind und die Demokratie bedrohen.
Was Menschen bei der Arbeit wirklich leitet
Das Fraunhofer IAO hat zusammen mit der Uni Bochum und dem MSB Medical School ein empirisch fundiertes Modell entwickelt, das Arbeitswerte systematisch erfasst – Überzeugungen darüber, was im Arbeitskontext erstrebenswert ist. Diese lassen sich gezielt nutzen, um mitunter Jobs zu definieren und Führungsstile zu prägen.
Der CISO – vom Sicherheitschef zum Transformationsmanager
IT-Sicherheit ist zu einem strategischen Kernbereich geworden, der jenseits der Sicherheit des Geschäftsbetrieb hinausreicht. Für Chief Information Security Officers (CISOs) bedeutet dies einen grundlegenden Rollenwandel.
Mark Zuckerberg klont sich selbst als KI-Bot
Medienberichten zufolge mischt Facebook-Chef Mark Zuckerberg selbst bei den KI-Projekten von Meta mit und verbringt fünf bis zehn Stunden pro Woche mit dem Programmieren von KI-Projekten. Mitunter soll er an der Entwicklung eines KI-Avatars von sich selbst beteiligt sein, das seinen Mitarbeitern Gespräche und Feedback bieten soll, um die Bindung zum Unternehmen und zu ihm persönlich als CEO zu fördern. Ob der „Zuck Bot“ auch gekündigte Mitarbeiter trösten soll, ist nicht bekannt.
USA wollen bei EU-Kartellverfahren mitreden
Die EU-Kommission hat ein neues Gremium gegründet, das die Umsetzung von EU-Digitalgesetzen wie dem Digital Services Act mit der US-Regierung abstimmen soll. Im Gegenzug wollen die USA der EU bei Einfuhrzöllen entgegenkommen. Der Einfluss der US-Regierung macht sich bereits seit einiger Zeit durch eine drohende Verwässerung des KI-Gesetzes der EU bemerkbar.
Social-Media-Verbot in Deutschland kaum durchsetzbar
Während immer mehr EU-Länder die Einführung von Social-Media-Verboten beschließen (zuletzt Spanien, Österreich, Frankreich und Griechenland), findet ein neues Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags eine ähnliche Maßnahme in Deutschland als schwer durchsetzbar, weil sie gegen die Verfassung verstoßen würde.
Digitalministerium stellt Gesetzentwurf für digitale Brieftasche vor
Das Gesetz soll die „Europäische Brieftasche für die Digitale Identität“ (EUDI Wallet) der EU implementieren und regelt Zuständigkeiten, technische Umsetzung und laufenden Betrieb. Eine „Experimentierklausel“ erlaubt dem Digitalministerium neue Verfahren zu erproben, mit denen auch Jugendliche ab 12 Jahren die EUDI Wallet nutzen können, um sich auszuweisen.
OpenAI erreicht irrwitzige Valuierung
Der Betreiber von ChatGPT hat sich eine Finanzierungsrunde von 122 Milliarden Dollar zu einer Unternehmensbewertung von 852 Milliarden gesichert. Der aktuelle Jahresumsatz von OpenAI wird auf 10 bis 20 Milliarden geschätzt, die Verluste belaufen sich auf 12 Milliarden pro Quartal. Zugleich sind keine entscheidenden Wettbewerbsvorteile gegenüber Google und Anthropic auszumachen.
Perplexity gab vertrauliche Chats an Google und Meta weiter
Der KI-Suchmaschine wird in einer Sammelklage vorgeworfen, über Jahre hinweg Millionen Chat-Verläufe an Google und Meta weitergegeben zu haben, egal ob die Nutzer eingeloggt, nicht eingeloggt oder im Inkognito-Modus waren.
Anthropics ‚Mythos‘ revolutioniert Schwachstellensuche
Laut einer Mitteilung des Unternehmens soll das KI-Modell, das speziell für die Fehlersuche in Software optimiert wurde, so gut sein, dass es Anthropic vorerst nicht veröffentlicht. Stattdessen wurde es Tech-Schwergewichten wie Microsoft, Apple, Google, Amazon und anderen zur Verfügung gestellt, um ihre eigene Software zu überprüfen. BSI-Chefin Plattner sieht durch Tools wie Mythos auch Fragen der nationalen Sicherheit in Deutschland berührt.
Open-Source ist dank KI im Aufwind
Die Beiträge von quelloffenem Code haben sich in den letzten Jahren deutlich erhöht, während sich der Schwerpunkt auf zukunftsweisende Technologien verlagert, darunter Kubernetes, Observability, Platform Engineering und KI in der Produktion.
Qualitätssicherung von KI-generiertem Code wird vernachlässigt
Unternehmen investieren viel Geld in KI-Tools für die Software-Entwicklung, doch das schafft ein Ungleichgewicht im Verhältnis zur Qualitätssicherung des Codes. Die gesteigerte Code-Produktion erzeugt eine unüberschaubare Menge an Änderungen, die potenziell Risiken bergen.
Wenn KI-Agenten wirklich autonom werden …
Während der Einsatz von KI-Agenten am Arbeitsplatz steigt, warnen Experten Unternehmen vor Agenten in ihrer Eigenschaft als „überprivilegierte Insider“, die große Schäden anrichten können. Zwei neue Studien (Zusammenfassungen hier und hier) konkretisieren die Gefahren.
Euro-Office als souveräne MS-Office-Alternative
Eine Allianz aus mehr als einem Dutzend führender europäischer Organisationen entwickelt Euro-Office als Open-Source-Alternative zu Microsoft Office. Technische Basis ist das quelloffene OnlyOffice aus Lettland, das besonderen Wert auf Kompatibilität zu Microsoft-Formaten legt.
Microsoft Copilot „dient ausschließlich Unterhaltungszwecken“
So steht es wörtlich in den Nutzungsbedingungen zu Microsoft Copilot für Privatpersonen seit Oktober 2025, doch erst neulich ist die Formulierung auch Fachmedien aufgefallen. Ob Microsoft damit seinen KI-Assistenten auf das Niveau von Karl Klammer degradiert, dürfte zweitrangig sein. Hauptsache, das Unternehmen wird nicht verklagt, weil Copilot irgendwas herbeihalluziniert hat.
EU und Bundesregierung arbeiten an Gesetzen gegen Deepfakes
Das EU-Parlament hat für ein Verbot von KI-Anwendungen und Diensten gestimmt, die sexualisierte Bilder und Videos produzieren. Auch das deutsche Justizministerium arbeitet an einem Gesetz gegen digitale Gewalt, die Justizministerin lehnt jedoch eine Klarnamenpflicht im Internet ab.
Meta und Google verlieren Verfahren um Social-Media-Sucht
Facebook, Instagram und YouTube seien bewusst so gestaltet worden, dass sie Nutzer süchtig machen, urteilten die Gerichte in zwei Verfahren in Kalifornien und New Mexico. Beide Konzerne müssen der Klägerin Entschädigung zahlen, Meta ist außerdem mit einer Geldstrafe belegt worden.
Experten warnen vor KI-Nutzung bei Jugendlichen
Einer DAK-Studie zufolge entwickeln viele Kindern emotionale Bindungen zu KI-Chatbots, etwa ein Drittel fühlt sich von der KI „besser verstanden“. Und laut einer Umfrage des Bitkom empfindet jeder vierte der befragten Erwachsenen die KI manchmal wie eine digitale Bezugsperson.
USA verbieten den Verkauf importierter WLAN-Router
Aus Gründen der nationalen Sicherheit sollen neue Router für Privatnutzer aus dem Ausland ab sofort keine Zulassung mehr bekommen. Die neue Regelung sieht vor, dass künftig die gesamte Herstellungskette, vom Design über die Chips bis hin zur Software, aus den USA stammen muss.
Private Biometriedaten sollen zur Handelsware werden
Laut Bundesregierung sollen künftig staatlich erhobene Biometriedaten von Flugpassagieren an Fluglinien weitergegeben werden, angeblich um die Wartezeit an den Kontrollen zu verkürzen. Der ehemalige Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hatte bereits 2024 gewarnt, dass eine Weitergabe dem eigentlichen Verwendungszweck widersprechen würde.
Google präsentiert sich als Technologie-Powerhouse
Zu den technologischen Neuerungen, mit denen Google diese Woche von sich reden machte, gehören eine Komprimierung der LLM-Cache auf 3 Bit ohne Genauigkeitsverlust, die Absicherung von Android-Smartphones gegen Quantencomputer und das KI-gestützte Design von Benutzeroberflächen mithilfe von Stitch.
OpenAI präsentiert sich als Rakete mit defekter Steuerung
Alle paar Monate eine neue Produktstrategie: Die Pläne, ChatGPT zu einer Anwendungsplattform auszubauen, wurden ebenso verworfen wie der Plan, mit Werbung Geld zu verdienen. Nun wird der Bildgenerator Sora eingestellt und in ChatGPT integriert, während OpenAI sich laut Wall Street Journal künftig auf Unternehmensproduktivität, APIs und Software-Entwicklung konzentrieren will. Derweil wandert die Nutzerbasis zu Anthropic ab und Google macht den Umstieg zu Gemini attraktiver.
Elon Musk träumt vom Einstieg ins Halbleitergeschäft
Mit „Terafab“ kündigte Musk die größte voll integrierte Chipfabrik der Welt in Texas an. In 2-Nanometer-Technologie sollen dort KI-Beschleuniger für Training und Inferencing hergestellt werden, aber auch Speicherchips und Solarzellen. Die Dimensionen dies Projekts sind dermaßen groß, dass die Terafab leicht ein Tera-Fail mit Ansage werden könnte.
Meta testet Neuorganisation seiner Entwicklerteams
Im Rahmen eines Pilotprojekts versucht es Meta mit kleineren, aber funktionsübergreifenden Teams und flacheren Strukturen. Die Leistungsbewertungen und Beförderungen sollen dabei von KI-Systemen unterstützt werden.
Warum viele ’sinnlose Meetings‘ nicht so sinnlos sind
Wer aus Meetings immer konkrete Entscheidungen, Maßnahmen oder zumindest Einsichten erwartet, betrachtet sie häufig als völlig sinnlos. Doch Meetings dienen meistens anderen Zwecken, die alles andere als sinnlos sind.
Ausgerechnet ‚KI-Verlierer‘ Apple verdient mit KI richtig Geld
Apple wird am Mittwoch nächster Woche 50 Jahre alt und zum Jubiläum gibt es die Tatsache zu feiern, dass der Konzern 2025 etwa 900 Millionen Dollar mit KI umgesetzt hat, nämlich aus dem Verkauf von KI-Apps im App Store. Damit wäre die jährliche Lizenzgebühr von einer Milliarde Dollar für Googles Gemini fast schon eingespielt. Apple Mitgründer Steve Wozniak ist übrigens von ChatGPT & Co. nicht sonderlich beeindruckt. Deren Erschaffer hätten die Funktionsweise des menschlichen Gehirns nicht besonders gut verstanden.