Digitale Agenda Die Nachrichten der Woche aus der digitalen Welt, jeden Freitag Nachmittag.

  • Digitale Agenda KW 03 | 2023

    Diese Woche

    Intel hält an Magdeburg fest, TSMC will nach Dresden
    Das 17-Milliarden-Projekt einer neuen Chipfabrik in Magdeburg sei im Zeitplan, sagte Intel-Chef Pat Gelsinger in Davos. Den weltgrößten Chiphersteller, die Taiwanesische TSMC, zieht es nach Informationen der FAZ eher nach Dresden. 

    Microsoft streicht 10.000 Stellen und nimmt Kurs auf KI
    Angesichts der Rezession will Microsoft 10.000 Stellen abbauen und sich aus einigen Geschäftsfeldern zurückziehen, kündigte CEO Satya Nadella an. Dafür soll die generative KI ChatGPT in alle Microsoft-Produkte integriert werden.

    SPD-Fraktion will Nachbesserungen bei KI-Regulierung
    Laut einem Positionspapier besteht die SPD-Bundestagsfraktion auf eine strengere Haltung gegenüber Künstlicher Intelligenz. Der Entwurf der neuen EU-Verordnung zu KI (AI Act) soll demnächst im EU-Parlament debattiert werden.

    Twitter versteigert sein Büromobiliar
    Twitter hatte vor dem Verkauf an Elon Musk rund 7500 Mitarbeiter, mittlerweile sind es nur noch etwa 2000. Statt wie vielfach geunkt zusammenzubrechen, verkauft Twitter jetzt seine überschüssige Büroausstattung. Waren die Entlassungen wohl doch notwendig?

    Facebook/Meta verklagt Überwachungsfirma
    Die britische Firma Voyager Labs soll Zehntausende Fake-Accounts betrieben haben, um das Verhalten bestimmter Nutzer auf Facebook und Instagram auszukundschaften. Zu ihren Kunden gehörten auch US-Polizeibehörden.

    Tech

    Amazons Technik-Chef blickt in die Kristallkugel
    Energiespeichernde Oberflächenmaterialien, dezentralisierte Netze, intelligente Verbrauchstechnologien – laut Werner Vogels werden in diesem Jahr vor allem Produkte im Vordergrund stehen, die auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz abzielen.

    Datensicherheitsmythen und die Realität
    Das Umsetzen von Datensicherheitsvorgaben ist oft ein langwieriger, umständlicher Prozess. Die Einführung entsprechender Technologien wird behindert durch Diskussionen, ob sie tatsächlich erforderlich sind.

    Low-Code wird eine große Zukunft vorausgesagt
    Low-Code- und No-Code-Plattformen helfen Unternehmen, Anwendungen schneller zu programmieren und Geschäftsprozesse zu gestalten. Der Markt für diese Tools ist für Firmen wie OutSystems, Mendix oder Microsoft eine Goldgrube. 

    Digitale Arbeit

    Welche IT-Jobs sind bei DAX-Konzernen besonders gefragt?
    Das Handelsblatt hat die Stellenanzeigen der 40 DAX-Konzerne ausgewertet. Softwareentwickler, Data Scientists und IT-Architekten stehen besonders hoch im Kurs, aber auch Cloud-Infrastrukturspezialisten. 

    Was genau macht ein Product Owner?
    In der agilen IT-Welt werden die Rollen und Zuständigkeiten neu verteilt. Welche Aufgaben ein Product Owner im Rahmen eines agilen Projekts übernimmt und welche Qualifikation dafür nötig ist, erfahren Sie hier.

    Zu guter Letzt ...

    KI kann auch kunstvollen Mist produzieren
    Großverlage gehen dazu über, einfache Meldungen von Software schreiben zu lassen. Von CNET musste neulich ein besonders prominent beworbener Text umfassend korrigiert werden. Auch so manches KI-„Kunstwerk“ entpuppt sich als billige Imitation. So haben Fans des Musikers Nick Cave den Chatbot ChatGPT Songs in seinem Stil komponieren lassen und sie ihm vorgelegt. Caves Kommentar: „Schwachsinn.“

  • Digitale Agenda KW 02 | 2023

    Diese Woche

    ChatGPT erobert Silicon Valley im Sturm
    Keine drei Monate nach der Vorstellung der neuesten Version von KI-Chatbots ChatGPT gilt sein Hersteller OpenAI als das heißeste Start-up seit langem. Tatsächlich fängt die Welt gerade erst an, die Möglichkeiten dieser Technologie zu verstehen.
    Deren wirtschaftliches Potenzial wird im Silicon Valley aber sehr wohl verstanden: Microsoft will 10 Milliarden Dollar für 49 Prozent von OpenAI ausgeben.
    Eine Regulierung von KI-Tools wie ChatGPT wird von Industrie und Politik derweil abgelehnt.  

    Massenentlassungen bei Amazons und Salesforce
    Statt der ursprünglich 10.000 Jobs will der Online-Händler nun weltweit fast doppelt so viele abbauen, nämlich 18.000. Bei Salesforce wird jede zehnte Stelle gestrichen, also rund 8.000 Jobs. 

    Dürfen Firmen Wettbewerber wegen DSGVO-Verletzungen verklagen?
    Datenschutzverstöße werden europaweit nur seitens der Behörden geahndet. Der Bundesgerichtshof verwies nun die Frage, ob auch direkte Wettbewerber Klagen einreichen können, an den Europäischen Gerichtshof weiter.

    Die Software vieler Autohersteller hat Sicherheitslücken
    Vernetzte Autos mögen die Zukunft sein, sicher sind sie aber noch nicht. Der Sicherheitsexperte Sam Curry hat sich zusammen mit Kollegen in die Systeme von Fahrzeugen namhafter Hersteller gehackt und große Sicherheitslücken festgestellt (deutsche Zusammenfassung).

    Wird bei Facebook bald eine Ansicht ohne Werbung möglich?
    Facebooks Mutterkonzern Meta musste neulich 390 Millionen Euro Strafe wegen der Anzeige von personalisierter Werbung ohne Einverständnis der Nutzer zahlen. Doch das Urteil könnte eine größere Tragweite haben, als bisher angenommen. 

    Tech

    Missbraucht generative KI die Urheberrechte von Künstlern?
    KI-Produkte wie Dall-E oder Stable Diffusion generieren Bilder durch einfache Spracheingabe. Diese Fähigkeit verdanken sie ihrem Training mit Bildern, die zu einem großen Teil von Künstlern erstellt wurden. Ist es richtig, dass letztere leer ausgehen? 

    Wie „Zero“ in Zero Trust kommt
    Laut einem neuen Report werden mehr als 90 Prozent der Unternehmen bis Ende 2023 Zero-Trust-Sicherheitskonzepte einsetzen. Doch zu deren richtigen Implementation sollten einige wichtige Gesichtspunkte berücksichtigt werden.

    Bafin warnt vor Banking-Trojaner „Godfather“
    Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht warnt vor einem Android-Trojaner, der das Online-Banking deutscher Finanzinstitutionen imitiert. Die Schadsoftware schmuggelt sich als täuschend echt aussehende Version bekannter Apps in Handys ein.

    Digitale Arbeit

    Microsoft Teams kommt als kostenpflichtige Version
    Teams Premium wird eine etwa 10 Dollar teure Zusatzlizenz pro Benutzer/Monat erfordern und zusätzliche Funktionen enthalten, die Meetings persönlicher, intelligenter und sicherer zu gestalten sollen. 

    Wissensarbeiter brauchen mehr Zeit für konzentrierte Arbeit
    Die digitale Arbeitswelt kann mit ihrem hohen Tempo Arbeitende sehr leicht überfordern, vor allem wenn viele Meetings im Spiel sind. Slack hat zwei Gegenmittel dafür entwickelt. 

    Zu guter Letzt ...

    Defekte Datei löst in USA Flugchaos aus
    Das müssen Hacker erst einmal nachmachen: Etwa 1.300 Flugausfälle und über 11.000 Verspätungen verursachte eine Panne bei der US-Flugaufsichtsbehörde FAA. Schuld war ein Fehler in einem System, das Piloten sicherheitsrelevante Informationen zu bevorstehenden Flügen gibt. 

  • Digitale Agenda KW 51 | 2022

    Diese Woche

    Elon Musk will als Twitter-Chef zurücktreten
    Der frischgebackene Twitter-Besitzer hat am Wochenende seine Nutzer über seinen Verbleib als CEO abstimmen lassen, und die haben ihm einen Rücktritt nahegelegt. Musk hat das Ergebnis anerkannt, auch wenn ihm bei der Abstimmung zu viele Bots im Spiel waren, und will zurücktreten, sobald ein Nachfolger gefunden wurde. Ob dann endlich Ruhe in den Laden einkehrt?

    Der Wirtschaftskrieg zwischen USA und China spitzt sich zu
    China hat bei der Welthandelsorganisation WTO Klage gegen die Sanktionen der USA eingereicht, die ihr den Zugang zu Maschinen und Wissen für die Halbleiterfertigung versperren. Außerdem legte die Volksrepublik ein 143 Milliarden schweres Investitionsprogramm auf.

    Was weit darf die Polizei mit Big Data gehen?
    Der Einsatz der Überwachungssoftware von Palantir bei der hessischen Polizei hatte eine Verfassungsklage nach sich gezogen, die diese Woche verhandelt wurde. Es ist zu erwarten, dass das Urteil eine weitreichende Datennutzung zur „vorbeugenden Bekämpfung von Straftaten“ zulassen wird.

    Cyberangriffe gegen Thyssenkrupp und den Guardian
    Vom Angriff auf den Stahlkonzern Thyssenkrupp waren das internationale Handelsgeschäft mit Werkstoffen sowie die Konzernzentrale betroffen.  Die britische Zeitung The Guardian wurde Opfer eines Ransomware-Anschlags.

    Corona-Apps wurden im großen Stil zur Überwachung genutzt
    Unter anderem wurde in China die App dazu genutzt, um Reisen zu Demonstrationen zu verhindern, in Israel und Indien um Protestierende zu verfolgen, in Australien landeten die Daten bei der Polizei und in Deutschland war die Luca-App nicht ganz dicht.

    Tech

    Ist ChatGPT das Call-Center der Zukunft?
    Die neue KI-Engine von OpenAI sorgt derzeit für Aufsehen, denn ihre Fähigkeiten sind vermutlich größer als auf den ersten Blick erkennbar. Ihre künftige Rolle bei der Kundenkommunikation beurteilt ChatGPT selbst jedoch eher nüchtern. 

    Spot, der Roboter-Hund, ist in Deutschland bereits im Einsatz
    Sein „Herrchen“, ein Polizeirat in Nordrhein-Westfalen, stellte ihn auf einer Konferenz vor, berichtete über seine ersten Einsätze und sinnierte über den Einsatz Künstlicher Intelligenz im polizeilichen Alltag.

    Digitale Arbeit

    Wie man bei IT-Produkten den richtigen Anbieter auswählt
    Konkurrierende Interessen der Fachabteilungen, allzu vollmundige Versprechen der Vertriebsmitarbeiter und die schlechte Vergleichbarkeit der Produkte machen häufig die Auswahl zur Qual. Diese 6 Tipps könnten helfen.

    Zu guter Letzt ...

    ChatGPT, schreib mir doch mal ein Virus!
    Sicherheitsforscher von Check Point haben die neue KI-Engine von OpenAI dazu gebracht, bösartige E-Mails und Code zu generieren, um Cyberangriffe gezielter und effizienter zu gestalten. Fazit der Forscher: „ChatGPT hat das Potenzial, die Cyber-Bedrohungslandschaft erheblich zu verändern.“